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Puigdemont fordert von Madrid Anerkennung der Katalonien-Wahl

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Der katalanische Ex-Präsident Carles Puigdemont

"Alle haben sich äußern können", sagte der 55-Jährige am Samstagabend mit Blick auf die Wahl vom 21. Dezember in einer Neujahrsansprache, die in Brüssel aufgenommen wurde. Ministerpräsident Mariano Rajoy solle Gespräche mit den Anführern der Unabhängigkeitsbewegung aufnehmen. Er und Puigdemont waren von Rajoy nach der Unabhängigkeitserklärung entlassen worden.

Bei dem von Madrid verbotenen und mit massiver Polizeigewalt behinderten Referendum am 1. Oktober hatten 90 Prozent der Teilnehmer für eine Unabhängigkeit von Spanien gestimmt. Als Präsident fordere er von der Regierung, "alle, die ohne Zustimmung der Katalanen abgesetzt wurden, wieder einsetzen". Außerdem sprach er sich für die Aufnahme politischer Verhandlungen aus. Diese zeige eine Mehrheit für Parteien, die die Abspaltung von Spanien unterstützen.

Die katalanischen Separatisten hatten bei der auf Anweisung von Madrid angesetzten Neuwahl ihre absolute Mehrheit im Parlament verteidigt.

Puigdemonts Allianz JuntsxCat (Gemeinsam für Katalonien) belegte zwar nur den zweiten Platz hinter den liberalen Ciudadanos. Damit kann sich Puigdemont, der seit seiner Absetzung in Belgien lebt, Hoffnungen auf eine Wiederwahl als Regionalpräsident machen.

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