weltkunstbulletin.com

Welt

Schwerer Anschlag auf Trauerfeier im Osten Afghanistans

Share
Afghanische Sicherheitskräfte untersuchen die Stelle eines Anschlags

In der Nähe der Trauergesellschaft sei eine auf einem geparkten Motorrad montierte Bombe detoniert, hieß es. Wie viele Menschen dabei insgesamt anwesend waren, blieb zunächst unklar. Zuvor hatte es geheißen, der Anschlag sei von einem Selbstmordattentäter verübt worden. Der Anschlag ereignete sich im Distrikt Behsud der Provinz Nangarhar, die an Pakistan grenzt.

Über die Zahl der Opfer gab es zunächst widersprüchliche Angaben, andere Quellen berichteten von bis zu 30 Verletzten.

Der Anschlag galt den Gläubigen, die zum Begräbnis Wali Guls gekommen waren, eines ehemaligen Gouverneurs der Distriktverwaltung. Auf afghanischer Seite kontrolliert die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) seit längerer Zeit einige Gebiete. Die Extremisten im Osten des Landes werden von amerikanischen und Regierungstruppen regelmäßig bombardiert. Bislang hat noch keine Gruppe die Verantwortung für den Anschlag übernommen.

IS und radikalislamische Taliban kämpfen gegen die vom Westen gestützte Führung in Kabul.

Erst am Donnerstag hatte sich ein Mann in einem Kulturzentrum in der Hauptstadt Kabul in die Luft gesprengt. Mindestens 42 Menschen starben und 84 weitere wurden verletzt.

Share