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Trump: "Mein Atomknopf ist viel größer als Kims"

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Donald Trump | Bild

Auch die Regierung in Seoul bestätigte, einen Anruf erhalten zu haben.

Bei der ersten, etwa 20-minütigen Kontaktaufnahme am Mittwoch sei es um "technische Details" gegangen, teilte eine Sprecherin des südkoreanischen Vereinigungsministeriums mit. Die beiden Länder sind seit dem Ende des Koreakriegs 1953 durch eine entmilitarisierte Zone getrennt.

Im Kontrast zu diesen Entspannungssignalen verschärfte US-Präsident Donald Trump seine Rhetorik gegenüber dem nordkoreanischen Staatschef Kim Jong Un und drohte mit dem Atomwaffenknopf.

Konservative Kommentatoren in Südkorea äußerten sich jedoch skeptisch: Sie warnen, dass Nordkorea mit seinem Vorstoß inmitten des Konflikts um sein Atomprogramm einen Keil zwischen die Verbündeten Südkorea und USA treiben und eine Aufhebung der südkoreanischen Sanktionen erreichen wolle. "Wir hören Berichte, dass Nordkorea möglicherweise einen weiteren Raketentest plant", hatte zuvor die UN-Botschafterin Nikki Haley gewarnt. "Aufgrund der Entscheidung der Führung werden wir auf ernsthafte und glaubhafte Weise den Kontakt mit Südkorea aufnehmen", wurde Ri zitiert. Nordkorea habe angekündigt, sich wieder zu melden. Die beiden Länder könnten sich dazu sofort treffen, schlug er vor. Südkorea hatte das Angebot angenommen und den 9. Moon hatte im vergangenen Monat vorgeschlagen, große gemeinsame Manöver von Washington und Seoul auf die Zeit nach den Olympischen Spielen zu verschieben, da Pjöngjang diese Militärübungen als Provokationen wahrnehme. Auch ins neue Jahr startet der Diktator vollmundig und erklärt in seiner Neujahrsansprache, Nordkorea werde auch in Zukunft atomare Sprengköpfe und ballistische Raketen "in Massenproduktion" fertigen. Die USA sollten wissen, dass er einen Atomwaffenknopf auf seinem Schreibtisch habe, sagte Kim.

Im September testete das Land eine Wasserstoffbombe, die nach japanischen Angaben eine Sprengkraft von 160 Kilotonnen hatte - mehr als zehnmal so viel wie die Atombombe, welche die US-Streitkräfte 1945 über Hiroshima abwarfen.

Südkorea begrüßte dennoch Kims Gesprächsangebot. Er kündigte an, eine Delegation zu den Olympischen Winterspielen in der grenznahen südkoreanischen Provinz Gangwon entsenden zu wollen. Dabei benutzte er erneut seinen Spitznamen "Rocket Man" für Nordkoreas Machthaber. "Alle beteiligten Seiten" sollten die "positive Wende der Ereignisse" nutzen.

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