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Prozess um Attentat auf BVB-Mannschaftsbus geht weiter

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Er war zehn Tage nach der Tat festgenommen worden.

"Ich bedauere zutiefst, was ich getan habe", zitierte die Bild-Zeitung den Angeklagten.

Im Prozess um den Splitterbombenanschlag auf den Bus der Fußballmannschaft von Borussia Dortmund hat der Angeklagte die Tat gestanden, aber jede Tötungsabsicht bestritten.

Er habe einen Anschlag vortäuschen wollen und dafür die Sprengvorrichtungen "extra so konzipiert, dass keine Personenschäden zu erwarten waren", sagte der 28-Jährige am Montag. Nach Angaben des Anwalts von W. wollte sein Mandant lediglich ein Drohszenario schaffen.

Die Staatsanwaltschaft hat den Täter unter anderem wegen 28-fachen versuchten Mordes angeklagt. Bei dem Anschlag am 11. April waren insgesamt drei Splitterbomben gezündet worden, als der Mannschaftsbus des BVB gerade am Teamhotel zum Champions-League-Spiel gegen AS Monaco abfuhr. In der Anklage heißt es: "Die fernzündbaren Sprengsätze sollen jeweils mit (.) einer Wasserstoffperoxid-Brennstoff-Mischung sowie mindestens 65 in Epoxidharz eingeschlossenen Metallbolzen mit einem Durchmesser von 6 mm und einer Länge von 74 mm (.) bestückt gewesen sein". Der spanische BVB-Innenverteidiger Marc Bartra hatte einen Armbruch und Fremdkörpereinsprengungen erlitten, ein begleitender Polizist ein Knalltrauma. Einer der Bolzen schlug in Bartras Kopfstütze ein.

Laut Anklage hatte der mutmaßliche Bombenleger vor dem Anschlag größere Summen auf einen fallenden Kurs der BVB-Aktie gesetzt. Mehrere BVB-Spieler haben sich dem Verfahren als Nebenkläger angeschlossen, der Verein lässt sich durch seine Anwälte vertreten.

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