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Trotz Skandal: Viele Abrufversuche von Porno-Seiten im Parlament

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Außen stattlich innen schlüpfrig? In den Houses of Parliament soll zehntausende Mal versucht worden sein auf Porno Seiten zuzugreifen. Größtenteils nicht absichtlich heißt es vom Parlamentssprecher

Dass die britischen Medien zurzeit besonders genau hingucken, wenn es um Pornographie im Parlament geht, hat Gründe: Im Dezember war der Kabinettschef von Ministerpräsidentin Theresa May zurückgetreten - wegen Belästigungsvorwürfen und Berichten über Pornos auf seinem Dienstrechner. Dies entspreche durchschnittlich 160 Anfragen pro Tag. Ein eklatanter Anstieg der Anfragen sei demnach im September zu verzeichnen gewesen. Zum Vergleich: Im gesamten Jahr 2016 soll es 113.000 entsprechende Anfragen gegeben haben, 2015 waren es 213.000.

Porno-Websites werden im Netz des britischen Parlaments eigentlich blockiert. Die große Mehrheit der Versuche, auf die Seiten zuzugreifen, war nicht absichtlich.

Laut dem Sprecher, den der "Guardian" zitiert, können 8500 Computer auf das Parlamentsnetzwerk zugreifen. Das Netzwerk werde von den Mitgliedern des Parlaments und den Mitarbeitern genutzt. Zudem würden die Daten von privaten Geräten erfasst, sobald sie sich ins Parlaments-Gäste-Wifi einloggten.

Im November waren bereits Verteidigungsminister Michael Fallon und Enrtwicklungsministerin Priti Patel zurückgetreten. Als Wackelkandidaten gelten Justizministerin Justine Greening und Wirtschaftsminister Greg Clark.

Bei Mays personellem "Umbau" dürften die prominentesten Figuren wie Außenminister Boris Johnson, Schatzkanzler Philip Hammond, Innenministerin Amber Rudd und Brexit-Minister David Davis nichts zu befürchten haben.

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