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Intel will in einer Woche Sicherheitslücke schließen

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Intel-Chef Krzanich versucht Sicherheitsprobleme herunterzuspielen

Google hatte ernste Sicherheitslücken bei den Chips, die in PCs und Smartphones arbeiten, vor wenigen Tagen bekannt gemacht. Er führte einst selbst die NSA-Abteilung, die auf das Eindringen in Computersysteme spezialisiert ist. Bisher sind keine Schadprogramme bekanntgeworden, die die Sicherheitslücken ausnutzen.

Durch die vergangene Woche bekanntgewordene Sicherheitslücke "Spectre" oder "Meltdown" können zumindest theoretisch auf breiter Front Daten abgeschöpft werden.

Forscher demonstrierten, dass es möglich ist, sich Zugang zum Beispiel zu Passwörtern, Krypto-Schlüsseln und Informationen aus Programmen zu verschaffen. Die Schwachstelle steckt in einem branchenweit angewendeten Verfahren, das die Prozessoren schneller machen sollte.

Für einen Geheimdienst wäre die Angriffsmethode umso wertvoller, da sie keine Spuren hinterlassen würden. Die NSA ist für ausufernde Ausspäh-Aktivität rund um die Welt berüchtigt, spätestens seit ihr Ex-Mitarbeiter Edward Snowden im Jahr 2013 geheime Programme offengelegt hatte.

Nach Bekanntwerden der schwerwiegenden Sicherheitslücken in Prozessoren gerät der Branchenriese Intel ins Visier erster Klagen von US-Verbrauchern. Die Betriebssystem-Hersteller sind dabei, die Lücke durch Software-Updates zu stopfen.

Sie argumentieren, dass Intel seit Monaten von der Schwachstelle wusste und ihnen wissentlich schadhafte Chips verkauft wurden. Bis Samstag wurden zunächst drei Klagen in den Bundesstaaten Kalifornien, Indiana und Oregon eingereicht. Komplett kann man das Problem nach Ansicht einiger Experten aber nur durch einen Austausch der Prozessoren beheben. Die Kläger wollen, dass daraus Sammelklagen werden, dann könnten sich andere Verbraucher anschließen.

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