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Keine Einreise für Boykott-Organisationen

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Die israelische Regierung hat eine Liste mit 20
Nichtregierungsorganisationen veröffentlicht deren Vertretern
wegen Boykottaufrufen eine Einreise verweigert wird

Das Ministerium für strategische Angelegenheiten veröffentlichte eine Liste von 20 Organisationen, die der sogenannten BDS-Bewegung angehören.

Israel will Aktivisten von Organisationen, die zu einem Israel-Boykott aufrufen, künftig die Einreise verweigern. Die internationale Bewegung setzt sich für Sanktionen und einen Boykott Israels wegen der Palästinenserpolitik ein. Auch die deutsche Kampagne soll betroffen sein. Das berichtet die israelische Zeitung Haaretz. Neben muslimischen und weltanschaulich neutralen Organisationen finden sich auch jüdische Organisationen auf der Liste, etwa die Jewish Voice for Peace (JVP) aus den USA. "Die Boykott-Organisationen müssen wissen, dass der Staat Israel sie stoppen und ihre Vertreter daran hindern wird, in das Land einzureisen und den Bürgern zu schaden".

Teil der Offensive von Gilad Erdan, Israels Minister für öffentliche Sicherheit, ist die neue Website www.4il.org.il, die an proisraelische Aktivisten appelliert, "die Wahrheit über Israel" zu verbreiten. Der für die Liste verantwortliche Innenminister Arje Deri sagte, er werde mit allen Mitteln gegen jene vorgehen, die versuchten, das Gesetz und die Gastfreundschaft Israels auszunutzen, um das Land zu diffamieren. UNWRA sei eine Organisation, die die Idee von einem Recht auf Rückkehr für palästinensische Flüchtlingen mit dem Ziel der Zerstörung Israels verewige, so der Premier.

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