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Kündigung: Ehemaliger VW-Manager Schmidt klagt

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Volkswagen-Werk in Wolfsburg

Laut Medienberichten stellte VW dem 48-Jährigen die Kündigung direkt in seine Gefängniszelle in den USA zu. Das bestätigte eine Sprecherin des Arbeitsgerichts Braunschweig. Aus der Zelle heraus geht er juristisch gegen seinen früheren Arbeitgeber vor. Das Kündigungsschreiben soll ihm Berichten zufolge per Boten ins Gefängnis zugestellt worden sein.

"Herr Schmidt hat ausschließlich im Rahmen der ihm von Volkswagen erteilten arbeitgeberseitigen Weisungen gehandelt".

Im Dezember verhängte der zuständige Richter in Detroit eine siebenjährige Gefängnisstrafe gegen den langjährigen VW-Angestellten Oliver Schmidt wegen Verschwörung zum Betrug und Verstoßes gegen Umweltgesetze.

Für Volkswagen könnte die Klage ungemütlich werden: Schmidt, so heißt es, könne seine Darstellung, er habe stets nur Weisungen des VW-Konzerns befolgt, durch die Nennung von Zeugen untermauern.

Ein Termin für die Güteverhandlung steht demnach noch nicht fest. Volkswagen hatte unmittelbar nach Bekanntwerden der Kündigung Schmidts im Dezember mitgeteilt, grundsätzlich gelte, dass bei schwerwiegenden Pflichtverletzungen von Beschäftigten, zumal im Falle strafgerichtlicher Verurteilungen, zwingend auch arbeitsrechtliche Maßnahmen geprüft werden müssten. Er hatte sich nach einem Deal mit der US-Staatsanwaltschaft im August für schuldig bekannt. Im September 2015 hatte Volkswagen nach Vorwürfen der US-Umweltbehörden und Recherchen von Wissenschaftlern eingeräumt, mit einer speziellen Software in großem Stil Abgastests manipuliert zu haben.

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