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Autos müssen auf Landstraßen ab Sommer langsamer fahren

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Philippe will damit Unfallopfer verringern

Die meisten tödlichen Unfälle passieren dabei auf Landstraßen.

Er versprach, dass eventuelle zusätzliche Bussgeldeinnahmen durch das neue Tempolimit in einen Fonds fliessen sollen, der Einrichtungen zur Versorgung von Verkehrsopfern finanziert.

Pläne für ein Tempolimit von 80 Stundenkilometern auf Landstraßen sorgen in Frankreich für Streit: Widerstand gegen die neue Höchstgeschwindigkeit, die die Regierung am Dienstag verkünden will, kommt vor allem von der konservativen Oppositionspartei Die Republikaner und von Automobilverbänden.

Wie die Tagesschau berichtet, wird die Höchstgeschwindigkeit auf Landstraßen von 90 auf 80 km/h gesenkt.

Hinter der Drosselpolitik steht Frankreichs Premierminister Edouard Philippe, der damit die Zahl der Verkehrstoten im westlichen Nachbarland der Bundesrepublik von 3469 im Jahr 2016 senken will.

Nach Angaben der Regierung könnte die Zahl der Verkehrstoten durch das neue Tempolimit um 200 bis 400 jährlich sinken. Zudem werde es künftig härtere Strafen gegen jene geben, die beim Fahren das Handy benutzten oder den Zebrastreifen ignorierten. So beklagte Daniel Quéro, Boss des Automobilverbands "40 millions d'automobilistes" (40 Millionen Autofahrer), eine "eher politische als rationale Entscheidung". Laut Meinungsumfragen lehnen 59 % der Franzosen das neue Tempolimit ab. Auch die gestiegene Zahl von Radarfallen seit 2014 habe wenig zu mehr Sicherheit beigetragen.

Die rechtspopulistische Front National (FN) von Marine Le Pen kritisiert das Vorhaben, weil Experimente mit Tempo 80 auf Teilstrecken bisher nicht ausgewertet worden seien.

In Deutschland gilt auf Landstraßen Tempo 100 für Personenwagen.

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