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Bahnstrecke nach Zermatt soll freigesprengt werden

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Schneemassen in Zermatt | Bild pa  dpa  DOMINIC STEINMANN

In Zermatt im Südosten der Schweiz waren etwa 13.000 Touristen vom Schnee eingeschlossen.

Rund 13 000 Winterurlauber sitzen wegen akuter Lawinengefahr in der Schweizer Skiregion rund um das Matterhorn fest.

Die Lage war in den vergangenen Tagen so prekär wie seit Jahren nicht mehr. Für die Bevölkerung und Touristen bestehe allerdings keine Gefahr, sagte die Zermatter Gemeindepräsidentin Romy Biner. Allerdings nicht für die Menschen im Dorf, versicherte die Gemeinde. Zermatt hatte am Morgen kurz keinen Strom, die Versorgung stand später aber. Eigentlich ist die Gegend um Zermatt als besonders schneesichere Gegend bei Wintersportlern beliebt - doch bis zum Dienstag blieben auch die Pisten in Zermatt gesperrt. Wer trotzdem dringend wegmusste, konnte sich am Dienstagnachmittag ausfliegen lassen. Die Air Zermatt, sonst unter anderem für Rettungseinsätze und Lawinensprengungen im Einsatz, fliegt die Leute nach Täsch, auf dem Luftweg ein Katzensprung. Bis zu sieben Menschen passen in einen Hubschrauber. 70 Franken - rund 60 Euro - kostet der Flug. Shopping und Wellness waren angesagt, hieß es von Menschen vor Ort. Ab und zu dröhne etwas wie Kanonendonner durch die Straßen: Lawinensprengungen. Ein örtlicher Hotelier sagte, die Behörden führten kontrollierte Explosionen durch, um Schneemassen zu beseitigen. "Man kann weder Skifahren noch Ausflüge machen", sagte Imesch. Ein erster Hoffnungsschimmer. Die Wetterlage sollte sich bessern. In der Nacht von Montag auf Dienstag stürzte dort eine Lawine in ein fünfstöckiges Apartmentgebäude nahe der Ski-Station und hinterließ Schneemassen in einigen Wohnungen. Aber: "Es sind vereinzelt große spontane Lawinen möglich".

Im schweizerischen Kanton Wallis sind zahlreiche Dörfer von der Außenwelt abgeschnitten. Mehrere waren von der Außenwelt abgeschnitten. In Visp mussten 20 Menschen in Sicherheit gebracht werden, weil Massen von Schlamm ihre Häuser bedrohten. Für Teile des Wallis, darunter der Wintersport-Ort Saas-Fee, verhängte das Lawinenforschungsinstitut zeitweise die höchste Gefahrenstufe.

In Sestriere fiel binnen 48 Stunden mehr als zwei Meter Neuschnee.

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