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Bannon tritt bei "Breitbart News" ab

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Der in offenen Konflikt mit US-Präsident Donald Trump geratene rechtsnationalistische Vordenker Steve Bannon verlässt das ultrarechte Online-Portal "Breitbart News".

Schon vor einigen Tagen wurde spekuliert, dass Bannon wegen seines Zerwürfnisses mit Trump bei Breitbart vor dem Aus stehe. Er war dort zuletzt Herausgeber. "Bannon und Breitbart arbeiten an einer glatten und ordnungsgemässen Übergabe", heisst es in einem Bericht der Website. Man sei dankbar für das gemeinsam Erreichte. Bannon wiederum distanzierte sich von dem Buch, bestritt allerdings die ihm zugeschriebenen Äußerungen nicht.

Trump warf Bannon wegen des Buchs vor, "seinen Verstand" verloren zu haben. Am Montag hatte das Weisse Haus erklärt, trotz des Bedauerns habe Bannon derzeit keine Chance auf eine Rückkehr ins Weisse Haus. Auch die Milliardärsfamilie Mercer hatte nach Bannons Äusserungen erklärt, nichts mehr mit ihm zu tun haben zu wollen. Unter anderem soll er demnach Trumps ältestem Sohn Donald Trump junior vorgeworfen haben, sich bei einem Treffen mit einer russischen Anwältin während des Wahlkampfs "verräterisch" und "unpatriotisch" verhalten zu haben.

Bannon galt als Rechtsaussen-Architekt der nationalistisch ausgerichteten Kampagne Trumps und treibende Kraft hinter umstrittenen Entscheidungen wie dem Einreisestopp für Bürger aus mehreren muslimischen Ländern. Danach wurde er Trumps Chefstratege.

Bannon selbst zeigte sich in einer knappen schriftlichen Erklärung "stolz" darauf, dass es dem Breitbart-Team gelungen sei, eine "Nachrichten-Plattform von Weltklasse" zu produzieren.

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