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Nordkorea schickt hohe Delegation zu Olympia nach Südkorea

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Kim Jong Un bei seiner Neujahrsansprache

"Ich glaube immer an Gespräche", antwortete der US-Präsident bei einer Pressekonferenz in Camp David auf die Frage, ob er ein Telefonat mit Nordkoreas Staatschef führen würde.

Einen Tag nach den ersten innerkoreanischen Gesprächen seit zwei Jahren bekräftigte Moon, "unter den richtigen Bedingungen" zu einem Treffen mit Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un bereit zu sein.

"Natürlich würde ich das tun, ich habe überhaupt kein Problem damit", fügte er hinzu.

US-Botschafterin Haley sagte dem US-Sender ABC, Trump habe lediglich gesagt, dass es einmal "eine Zeit geben könnte, in der wir mit Nordkorea sprechen". Trump unterstrich aber zugleich, dies bedeute nicht, dass er ein solches Gespräch ohne Vorbedingungen führen würde.

Zuvor müssten aber noch "viele Dinge passieren", hob die US-Botschafterin hervor. Nordkorea müsse zunächst einmal mit seinen Atom- und Raketentests aufhören und sich zu Gesprächen über einen Verzicht auf seine Atomwaffen bereit erklären. Trump äußerte am Wochenende außerdem die Hoffnung, dass der Dialog zwischen Nordkorea und Südkorea über die Olympischen Winterspiele hinaus andauern werde.

Die verfeindeten Staaten hatten am Dienstag erstmals seit mehr als zwei Jahren offiziell miteinander verhandelt. Südkorea schickt ebenfalls eine fünfköpfige Abordnung, die von Vereinigungsminister Cho Myoung Gyon geleitet werden soll. Am Sonntag übermittelte die nordkoreanische Regierung dem Süden eine Liste mit den Namen ihrer Unterhändler. Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hatte angekündigt, nach den politischen Gesprächen sehr schnell darüber beraten zu wollen, wie eine Teilnahme Nordkoreas konkret umgesetzt werden könne. Die fünfköpfige Delegation wird demnach von Pjöngjangs Beauftragtem für die interkoreanischen Angelegenheiten, Ri Son Gwon, angeführt.

Der Präsident Südkoreas nennt die jüngste Annäherung der beiden koreanischen Staaten einen guten Start. Grund dafür waren unter anderem mehrere Raketentests und der sechste, bislang gewaltigste Atomtest Nordkoreas. "Wir haben einen Dialog begonnen, doch wir haben noch nicht über den Atomstreit (mit Nordkorea) geredet", sagte Moon am Mittwoch bei seiner Neujahrspressekonferenz in Seoul. Die USA sind die Schutzmacht Südkoreas und haben dort 28.500 Soldaten stationiert.

Die Oppositionsparteien in Südkorea warnten vor Zugeständnissen an den Norden, um dessen Teilnahme an den Olympischen Spielen zu sichern. Es müsse dafür gesorgt werden, dass durch die vereinbarte Teilnahme Nordkoreas an den Olympischen Winterspielen im Februar im südkoreanischen Pyeongchang nicht gegen die vom UN-Sicherheitsrat verhängten Sanktionen gegen Nordkorea verstoßen werde, sagte die Sprecherin des Außenministeriums in Washington, Heather Nauert.

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