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Bayer verkauft Covestro-Anteile für 1,8 Milliarden Euro

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Der Leverkusener Pharma- und Chemiekonzern Bayer warf zum fünften Mal innerhalb von zehn Monaten ein milliardenschweres Paket von Covestro-Aktien auf den Markt, wie er am Mittwochabend nach Börsenschluss ankündigte. Im Rahmen der Platzierung hat sich Bayer nach den Angaben verpflichtet, binnen 90 Tagen keine weiteren Covestro-Aktien zu verkaufen. Bayer reduzierte seine Beteiligung an Covestro damit von 24,6 Prozent auf 14,2 Prozent.

Bayer hatte Covestro 2015 an die Börse gebracht und im März 2017 mit dem geplanten Komplettausstieg begonnen. Derzeit halten die Leverkusener noch 24,6 %, weitere 8,9 % liegen beim Bayer Pension Trust. Grund ist der weiter gestiegene Börsenwert der frei handelbaren Covestro-Aktien.

Bayer platzierte die Covestro-Papiere zu je 86,25 Euro - das bedeutete einen Abschlag von zweieinhalb Prozent auf den Schlusskurs vom Vortag. Im Xetra-Hauptgeschäft fielen die Covestro-Papiere dann sogar nur noch um 1,04 Prozent auf 87,54 Euro - hier half insbesondere die Hoffnung auf den Dax-Aufstieg, der erfahrungsgemäss das Interesse ausländischer Grossanleger anheizt. Geplant gewesen waren 1,5 Milliarden Euro. Bayer notierten mit 105,96 Euro fast unverändert. Entsprechend weniger würden die Anteile der aktuellen Aktionäre verwässert werden. Der Konzern will den US-Saatgutriesen Monsanto für 66 Milliarden Dollar übernehmen und kann das Geld deshalb gut gebrauchen.

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