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Julian Assange bekommt keinen Diplomatenstatus

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Assange sitzt seit fünfeinhalb Jahren in der ecuadorianischen Botschaft in London fest. Das kommt erst jetzt ans Tageslicht.

WIKILEAKS ⋅ Ecuador hat den seit 2012 in seiner Londoner Botschaft lebenden Wikileaks-Gründer Julian Assange eingebürgert.

Ecuadors Außenministerin María Fernanda Espinosa sagte am Donnerstag in Quito, dem Australier sei bereits am 12. Dezember die Staatsbürgerschaft ihres Landes zuerkannt worden. Die Anfangsziffer 17 in Assanges Ausweisnummer vergibt man eigentlich an Ecuadorianer, die aus der Hauptstadtprovinz Pichincha stammen. Das britische Außenministerium habe diesen Antrag aber abgelehnt.

Laut Espinosa hat die ecuadorianische Regierung die britische Regierung darum gebeten, Assange einen Diplomatenstatus und damit Immunität zu gewähren. "Grossbritannien hat diesem Antrag weder stattgegeben, noch führen wir mit Ecuador Gespräche zu diesem Thema", hiess es.

Die britische Polizei erklärte jedoch, Assange beim Verlassen der Botschaft auch weiterhin festnehmen zu wollen, weil er gegen Kautionsauflagen verstossen habe. Er wird als Julian Paul Assange mit der Nummer 1729926483 im Zivilregister des südamerikanischen Landes geführt. Ecuadors Regierung lässt Staatsangehörigkeit offenDie ecuadorianische Regierung stellte nicht klar, ob Assange mit der Ausweisnummer auch die Staatsangehörigkeit des Landes erhalten hat. Assange war 2012 in die Botschaft Ecuadors geflohen, um einer drohenden Auslieferung an Schweden wegen Vergewaltigungsvorwürfen zu entgehen.

Das gab die ecuadorianische Außenministerin Espinosa in Quito bekannt.

Um Assange letztlich doch zum Verlassen der Botschaft zu bewegen, sucht die Regierung in Ecuador nach einer einvernehmlichen Lösung, mit der der mittlerweile 46-jährige Internetaktivist ebenso leben kann wie die britischen Behörden. Assange hat diese stets bestritten. Die Enthüllungsplattform Wikileaks hatte in den vergangenen Jahren hunderttausende geheime Dokumente veröffentlicht, unter anderem über das Vorgehen der US-Streitkräfte während der Kriege im Irak und in Afghanistan.

2010 hatte WikiLeaks - unter Federführung von Assange und des Deutschen Daniel Domscheit-Berg - mehr als 250.000 vertrauliche Dokumente von US-Botschaften veröffentlicht.

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