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Erste Warnstreiks von Metallern im Tarifgebiet Mitte

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Auch das Maschinenbau Unternehmen Lühr Filter an der Enzer Straße wird laut IG Metall ab kommender Woche von Warnstreiks betroffen sein.

Die IG Metall fordert die befristete Arbeitszeitverkürzung auf 28 Stunden wöchentlich bei Zahlung eines Zuschusses in Höhe von 200 Euro pro Monat für bestimmte Beschäftigte wie Eltern oder pflegende Angehörige.

Die IG Metall Küste ruft zu weiteren Warnstreiks im Norden auf.

Nürnberg/München - Mit einer erneuten Ausweitung der Warnstreiks hat die IG Metall Bayern am Donnerstag ihre Forderungen im Tarifkonflikt der Metall- und Elektroindustrie untermauert.

Heute erst hatten sich die Arbeitgeber negativ zu den Metaller-Warnstreiks geäußert, doch sie lassen nicht nach! "Das wird ganz wesentlich durch die Beschäftigten ermöglicht". Dort versammelten sich die Streikenden der Frühschicht und der Tagschicht laut dem IG-Metallbevollmächtigten für Jena-Saalfeld und Gera, Matthias Beer, um elf Uhr vor dem Werktor. Das wollen wir auch. "Zum einen sollen die Arbeitnehmer der Branche noch deutlich länger und flexibler arbeiten, und zum anderen sollen die entsprechenden Zuschläge dafür wegfallen", so der Erste Bevollmächtigte weiter. Wenn wir über Flexibilität reden, meinen wir mehr Selbstbestimmung und Freizeit. "Die Kolleginnen und Kollegen brauchen mehr selbstbestimmte Arbeitszeit und kein Diktat der Arbeitgeber, wann man zur Arbeit anzutreten hat".

Für den Nachmittag und Abend kündigte die Gewerkschaft weitere Warnstreiks an.

Es dränge sich der Eindruck auf, dass die Gewerkschaft in jedem Fall streiken wolle - egal, was von den Arbeitgebern angeboten werde, so Menger. Meinhard Geiken, Bezirksleiter der IG Metall Küste, betonte: "In den nächsten Tagen werden wir kräftig nachlegen und in allen fünf norddeutschen Bundesländern zu Warnstreiks aufrufen". Bereits am vergangenen Freitag bekräftigte der Gesamtbetriebsratsvorsitzende Uwe Hück von der Porsche AG in Stuttgart, dass die Forderung nach sechs Prozent mehr Geld mehr als fair sei, denn: "Die Gewinne sprudeln, die Kassen der Arbeitgeber sind prall gefüllt". Beim Autozulieferer Federal-Mogul in Wiesbaden ließen rund 600 Mitarbeiter die Arbeit liegen, so Ebenau. "Wir wollen die Tarifrunde auf dem Verhandlungsweg lösen", so Fauth. Bei Ford in Saarlouis legten 2.500 Beschäftigte der Nachtschicht kurzfristig die Arbeit nieder. In der bayerischen Metall- und Elektroindustrie arbeiten etwa 835 000 Beschäftigte - gut die Hälfte davon in tarifgebundenen Betrieben.

Die Arbeitgeber lehnen das strikt ab und bieten bisher zwei Prozent an. "Auch deshalb wären wir doch mit dem Klammerbeutel gepudert, wenn wir für kürzere Arbeitszeiten mehr zahlen würden", sagte Moschko dem Tagesspiegel.

Auch der IG-Metall-Vorsitzende Jörg Hofmann zeigte sich in einer Stellungnahme für die "Passauer Neue Presse" kämpferisch. Beschäftigte in Schichtarbeit oder anderen gesundheitlich belastenden Arbeitszeitmodellen, die ihre Wahloption nutzen und ihre Arbeitszeit (Schichten) verringern, sollen ebenfalls einen Entgeltzuschuss erhalten.

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