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Frankreich: Ermittlungsverfahren gegen Apple wegen möglicher Verbrauchertäuschung

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Nach Akku-Skandal bei IPhones Französische Justiz ermittelt gegen Apple

Anscheinend wird es für Apple noch deutlich unangenehmer als bisher gedacht. Die Ende Dezember eingereichte Klage gegen den US-Konzern stammt von der Vereinigung Halte à l'obsolescence programmée (Hop), die gegen die geplante Veralterung von Geräten eintritt.

Ein solcher eingebauter Verschleiß ist in Frankreich seit 2015 strafbar. Die Untersuchung wegen mutmaßlicher Täuschung und einer absichtlichen Verkürzung der Lebenszeit von Apple-Produkten obliegt der Verbraucherschutzbehörde, die an das Wirtschaftsministerium angeschlossen ist. Um das Verfahren und die Prüfung kümmert sich nun die Justiz in Frankreich, die den Fall genauer untersuchen will. Bei Apples Umsatz von 229 Milliarden Dollar im Fiskaljahr 2017 könnte das theoretisch bis zu 11,45 Milliarden Dollar entsprechen. Mittlerweile ist der Fall aber wohl auch bei der Regierung angekommen und Senator John Thune, Vorsitzender des Commerce Committee Senats, hat nun höchst persönlich einen Brief an Apple CEO Tim Cook geschrieben und bittet um eine Erklärung zu dem Fall. Eine entsprechende Ermittlung soll am 5. Januar eingeleitet worden sein.

Der günstige Akkutausch ist nämlich das dritte Sorgenkind in diesem Falle, da Apple seit seiner Entschuldigung und einem damit verbundenen deutlich vergünstigten Tausch viel Kritik einstecken muss.

Apple hatte im Dezember eingeräumt, dass ältere iPhone-Modelle per Software-Update gezielt verlangsamt werden, um zu verhindern, dass diese sich plötzlich ausschalten.

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