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Südkorea erwägt Verbot von Bitcoin-Handel

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Muss sich nun mit einer von 120.000 Südkoreanern unterzeichneten Online Petition gegen ein Verbot des Handels mit Kryptowährungen auseinandersetzen. Quelle dpa

In Südkorea haben Pläne der Regierung für ein Verbot des Handels mit virtuellen Währungen für erheblichen Wirbel gesorgt. Wir haben uns genauer informiert und ordnen diese Meldungen ein.

Ein Pressesprecher des Justizministeriums sagte, dass das vorgeschlagene Verbot des Kryptowährungshandels nach einer "ausreichenden Diskussion" mit anderen Regierungsbehörden, einschließlich des Finanzministeriums und der Finanzaufsichtsbehörden, angekündigt wurde. Justizminister Park Sang Ki sagte am Donnerstag vor Journalisten mit Bezug auf den Hype um Kryptowährungen, sollte die "Blase platzen", werde das verheerende Folgen haben. Da es vonseiten der südkoreanischen Regierung starke Bedenken gegenüber digitalen Währungen gebe, bereite sein Ministerium ein solches Gesetz bereits vor. Sein Studium hat er im Fach Politik und Wirtschaft an der Universität Münster mit dem Bachelor abgeschlossen und war während seines Studiums zudem am Lehrstuhl als studentische Hilfskraft tätig.

Auch Südkorea setzt den Bitcoin unter Druck. "Das ist nicht die endgültige Entscheidung". Die Website des Präsidialamts war am Donnerstag mit Beschwerden gegen ein mögliches Verbot überschwemmt. Der Vorgang könnte mehrere Monate in Anspruch nehmen.

In kürzester Zeit hatte die Kryptowährung um bis zu 11 Prozent nachgegeben, zuletzt waren es minus 4,5 Prozent.

Kryptowährungen haben in Asien eine große Fangemeinde, weshalb die Kurse auf Nachrichten aus dieser Region besonders sensibel reagieren.

"Für den Krypto-Markt hätte dies negative Konsequenzen, da in Südkorea große Volumen gehandelt werden", sagte Marktanalyst Milan Cutkovic vom Handelshaus AxiTrader. Die derzeit zweitwichtigste Kryptowährung Ether verlor in der Spitze neun Prozent. So hat Chinas politische Führung laut einem Bericht der US-Zeitung "Wall Street Journal" zuletzt eine Sperre für Bitcoin-Schürfer angeordnet.

Erst war es nur ein Gerücht, das durch einige Blogs waberte: Die Regierung in Peking wolle das Schürfen von Bitcoin in China verbieten. Grund für diesen Schritt sei die Sorge vor einer Beeinträchtigung der Stromversorgung gewesen - das Erzeugen von Bitcoin ist extrem energieintensiv. Analyst Mun Chong-hyun vom Broker EST Security erklärte, Handel dürfte in dem Fall zwar schwieriger werden. "Aber viele werden dann in andere Länder wie Japan ausweichen".

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