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Trump nannte afrikanische Staaten "Drecksloch"-Länder"

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SAUL LOEB via Getty Images                   Spricht über Einwanderer wie ein Kolonialherr US-Präsident Donald Trump

Das Weiße Haus dementierte den Bericht nicht.

US-Präsident Donald Trump hat sich am Donnerstag in vulgären Worten gegen ein Einwanderungsabkommen gewehrt, das Schutzmaßnahmen für Menschen aus Haiti und afrikanischen Ländern vorsieht und verlangt, bei einem Treffen im Weißen Haus zu erfahren, warum er Einwanderer aus "Shithole-Ländern" anstatt Menschen aus Ländern wie Norwegen akzeptieren sollte, sagten Personen mit direkter Kenntnis der Konversation. Doch was Trump bei einem Treffen mit Senatoren über Einwanderer aus Afrika und Haiti von sich gab, wurde in den USA als neuer Tiefpunkt gewertet. Der zweiten mit der Unterhaltung vertrauten Person zufolge zog Trump zudem in Zweifel, dass Menschen aus Haiti in die USA kommen sollten.

Als die "Washington Post" über Trumps Äußerungen berichtete, saß dieser schon im nächsten Termin.

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Donald Trump hatte sich am Donnerstag mit Senatoren und Kongressabgeordneten im Weißen Haus getroffen, um einen von beiden Parteien vorgelegen Gesetzentwurf zu beraten. Oder aus asiatischen Ländern, weil die Amerikas Wirtschaft voranbringen würden. Präsidentensprecher Raj Shah erklärte, während einige Politiker in Washington sich für fremde Länder einsetzten, werde "Trump immer für das amerikanische Volk kämpfen".

Trump hatte seine Entscheidung gegen das Dekret mit der Aufforderung an den Kongress verbunden, bis zum 5. März 2018 eine gesetzliche Regelung für diese Einwanderer zu finden. Republikanische und demokratische Politiker wollten darüber sprechen, ob und wie die so genannten "Dreamer" (Einwanderer, die von ihren Eltern als Kinder illegal mit in die USA gebracht wurden) vor der Abschiebung geschützt werden sollen. Stattdessen schlug er vor, mehr Menschen aus Ländern wie Norwegen aufzunehmen. Die Allermeisten von ihnen haben sich ein gutes Leben in den Vereinigten Staaten aufgebaut. "Man kann das nicht anders nennen als 'rassistisch'", sagte der Sprecher des Menschenrechtsbüros in Genf, Rupert Colville, am Freitag. Es gehe ihm um "dauerhafte Lösungen".

"Wir können nun mit hundertprozentiger Sicherheit sagen, dass der Präsident ein Rassist ist, der nicht die in unserer Verfassung oder in der Unabhängigkeitserklärung bewahrten Werte teilt".

Demokraten und Republikaner empörten sich über Trumps Äußerungen.

Der Botschafter von Haiti in Deutschland, Pierre M. Kerby Lacarriere, kritisierte im Gespräch mit FAZ.NET auch den Zeitpunkt der Äußerungen: "Heute ist der achte Jahrestag des Erdbebens von 2010, die Menschen kommen heute zusammen, um zu trauern". "Viele sind dabei gefallen". Die "New York Times" zitierte den Präsidenten unter Berufung auf Teilnehmer der Beratungen später ebenfalls mit dieser Äußerung. Die Kommentare zeigten "eine Respektlosigkeit und Ignoranz, die in der jüngeren Geschichte Amerikas beispiellos sind. Amerika ist unter anderem so besonders, weil wir die Besten und Schlauesten der Welt bei uns willkommen heissen, ohne Rücksicht auf ihr Heimatland".

"Präsident Trump ist konstant ehrlich über den weißen Nationalismus hinter seiner Einwanderungspolitik gewesen". Mit seiner harschen Anti-Immigranten-Rhetorik sorgte er im Wahlkampf immer wieder für Empörung, etwa als er Einwanderer aus Mexiko pauschal als "Vergewaltiger" brandmarkte.

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