weltkunstbulletin.com

Geschäft

Deutsche Wirtschaft wächst um 2,2 Prozent

Share
Das Bruttoinlandsprodukt legte um 2,2 Prozent

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) legte um 2,2 Prozent zu, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag in Berlin anhand vorläufiger Zahlen bekanntgab.

Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) sieht den Aufschwung weiterhin "auf einer breiten Basis".

Üblicherweise verbindet sich mit "Überhitzung" die Vorstellung einer Überforderung der Wirtschaft, die - verbunden mit übermäßig steigenden Preise und Löhnen - die Konjunktur kippen lässt. Die sonstigen Anlagen stiegen um 3,5 (5,5) Prozent. Nach Abzug der Preissteigerung blieb ein Reallohnplus von rund 0,6 Prozent.

"Es ist gut, dass vor allem die Binnennachfrage das Wachstum in Deutschland antreiben konnte, dass mehr investiert wurde und dass die Importe stärker als die Exporte gestiegen sind", kommentierte der stellvertretende Vorsitzende der LINKE-Bundestagsfraktion, Klaus Ernst, die wirtschaftliche Entwicklung im vergangenen Jahr. Das ist der höchste Stand seit der Einheit und der kräftigste Anstieg seit zehn Jahren. Getragen wurde der kräftige Aufschwung demnach von der Kauflust der Verbraucher, gestiegenen Investitionen vieler Unternehmen und der starken Weltwirtschaft, die die Nachfrage nach "Made in Germany" ankurbelt. In den ersten elf Monaten wurden Maschinen, Autos und andere Waren im Wert von 1,18 Billionen Euro ausgeführt (plus 6,5 Prozent). Damit wurden bereits das vierte Jahr in Folge schwarze Zahlen geschrieben.

Auch die gestiegene Investitionslust der Unternehmen in Deutschland trug zum Aufschwung bei. Auf den Rekord von 38,4 Milliarden Euro summierte sich der Überschuss bei Bund, Ländern, Gemeinden und Sozialkassen. Darin erlauben sich die Europäer höchstens ein Defizit von 3,0 Prozent der Wirtschaftsleistung. Deutschlands Exporteure steuern 2017 auf das vierte Rekordjahr in Folge zu. Die Inflationsrate lag bei 1,8 Prozent. Die deutschen Ausfuhren erhöhten sich im vergangenen Jahr um 4,7 (2,6) Prozent und die Einfuhren um 5,2 (3,9) Prozent.

Die Wiesbadener Statistiker informieren zudem über die Lage der öffentlichen Kassen, die von der starken Konjunktur und den anhaltend niedrigen Zinsen profitiert haben dürften. Der Staat kommt dadurch am Kapitalmarkt billiger an Geld. Führende Wirtschaftsforschungsinstitute sowie Bank-Volkswirte hatten zuletzt ihre Prognosen angehoben.

Share