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FPÖ-Innenminister will Flüchtlinge "konzentriert" unterbringen

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Norbert Hofer würde für seinen Parteikollegen Kickl die Hand ins Feuer legen

Auf Nachfrage bestritt Kickl, das Wort bewusst in Anlehnung an die NS-Konzentrationslager benutzt zu haben.

Es sei auch möglich, von Orten zu sprechen, "wo man Menschen zusammenfasst an einem Raum", sagte der Innenminister weiter. "Sondern der Hintergrund ist das, dass unser einziges Interesse ist, in Österreich für mehr Sicherheit zu sorgen", so Kickl. Dorthin sollen etwa auch Asylbescheide zugestellt werden. Den Plänen zufolge sollen Asylbewerber in sogenannten "Grundversorgungszentren" kein Geld mehr vom Staat, sondern stattdessen Nahrungsmittel und materielle Hilfe erhalten.

Die Äußerungen eines Führungsmitglieds einer von ehemaligen Nazis in den 50er Jahren gegründeten Partei löste in sozialen Medien heftige Reaktionen aus. "Diese bewusste Formulierung schürt nicht nur Angst in der Bevölkerung, sondern ist ein unerträgliches Spiel mit der dunkelsten Zeit unserer Geschichte". SPÖ-Bundesgeschäftsführer Max Lercher wertete den Sager als unsäglich und als "Ablenkungsmanöver vom Arbeiterverrat".

Seine Aussage brachte ihm unter anderem Kritik von Bundespräsidenten Alexander Van der Bellen ein.

Die Israelitische Kultusgemeinde (IKG) Wien hatte am Mittwoch bekräftigt, dass sie keine politischen Kontakte zu Vertretern der FPÖ unterhalte, auch nicht zu Regierungsmitgliedern.

Vizekanzler Heinz-Christian Strache, ein Parteifreund Kickls, hatte erst vor einer Woche in einem Fernsehinterview Überlegungen zur Unterbringung von Flüchtlingen in leer stehenden Kasernen mit einer abendlichen Ausgangssperre angestellt.

Zwar beteuerte der FPÖ-Politiker wenig später seine Unschuld.

Österreichs neue Regierung will die Migrationspolitik verschärfen. Die von ÖVP-Chef Sebastian Kurz geführte Regierung hat angekündigt, einen harten Kurs gegenüber Asylbewerbern und Flüchtlingen einzuschlagen.

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