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Gefährliches Päckchen in Berlin gefunden: Ermittler sehen Zusammenhang zu DHL-Erpressung

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War auch in der Schloßstraße der DHL-Erpresser am Werk?

Zunächst ging die Berliner Polizei nicht zwangsläufig von einer Verbindung zur spektakulären Millionenerpressung des Paketdienstes DHL aus, während das Brandenburger Innenministerium durchaus eine Verbindung vermutete.

Gibt es eine Verbindung zur DHL-Erpressung?

Nach neuesten Erkenntnissen der Brandenburger Polizei soll der Täter also in allen drei Fällen der DHL-Erpresser sein.

Trotzdem gehen die Ermittler in Brandenburg mittlerweile davon aus, dass der Steglitzer Sprengsatz von der Tätergruppe stammt, die Ende des vergangenen Jahres mit Paketbomben in Potsdam und Frankfurt (Oder) den Paketdienstleister DHL um einen Millionenbetrag erpressen wollte. Man stehe im engen Austausch mit den Polizeibehörden in Berlin.

Gegen 11.30 Uhr wurde der Umschlag von einem Post-Briefträger in der Bank in Berlin-Steglitz abgegeben. An wen genau die Sendung adressiert war, ist noch unklar.

Der Inhalt solle zum Sprengplatz Grunewald gebracht und dort genauer untersucht werden.

Zuerst wurde die Sendung geröntgt. Experten der Polizei entschärften das Päckchen. Der harte Wasserstrahl des Sprengroboters hätte sonst mögliche Spuren vernichtet.

Kriminaltechniker entfernten die sichtbare Zündvorrichtung.

Am Freitagmittag war die verdächtige Versandtasche mit einer Zündvorrichtung und vermutlich Schwarzpulver aus Feuerwerkskörpern an eine Bankfiliale in Steglitz geliefert worden. Das sei zwar explosionsfähig, aber nicht so gefährlich und hochexplosiv wie Plastiksprengstoff oder Dynamit, sagte Polizeisprecher Thomas Neuendorf. "Als Angestellte den Briefumschlag aufmachten, entdeckten sie Drähte und alarmierten die Polizei", sagt eine Polizeisprecherin.

Am 1. Dezember war in der "Königin-Luise"-Apotheke an der Potsdamer Dortustraße ein DHL-Paket eingegangen". Auch der Potsdamer Apotheker wurde misstrauisch, weil "da so komische Drähte herausguckten".

Der DHL-Erpresser hat wieder zugeschlagen! Anfang November war zudem eine Paketbombe an ein Geschäft in Frankfurt (Oder) geschickt worden. Auch dieses Paket war sprengfähig. Zuvor hatten mehrere Medien darüber berichtet.

Am Freitag hielt sich das Polizeipräsidium in Potsdam zum Stand der Ermittlungen zurück, was in solchen Fällen üblich ist.

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