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IG Metall zieht die Schraube im Tarifstreit weiter an

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Logo der IG Metall | Bild

Nach Angaben der Gewerkschaft beendeten Mitarbeiter des Automobilzulieferers PMG in Füssen frühzeitig ihre Arbeit.

Aalen an Wie berichtet, wird in der baden-württembergischen Metall- und Elektroindustrie seit dem 8. Januar flächendeckend zu Warnstreiks aufgerufen. Aber gleichzeitig gibt es Bewegung auf beiden Seiten. Sie soll über Details der von der Gewerkschaft geforderten Arbeitszeitverkürzung beraten und Lösungsvorschläge erarbeiten. Lohnzuschüsse haben sie bislang abgelehnt. Schichtarbeiter, Eltern kleiner Kinder sowie pflegende Familienangehörige sollen dafür einen Teillohnausgleich erhalten. "Es ist an der Zeit, dass die Beschäftigten selbst entscheiden können, wann sie etwas kürzer treten wollen", so Martin Purschke, erster Bevollmächtigter der IG Metall Göppingen-Geislingen. Er warf den Arbeitgebern eine Angstkampagne vor, weil diese die Forderung nach Zuschüssen für Beschäftigte, die zur Kinderbetreuung oder Pflege von Angehörigen in Teilzeit gehen, als rechtswidrig bezeichnet hatten. "Deshalb fordert die IG Metall, dass jeder einen individuellen Anspruch darauf hat, seine oder ihre Arbeitszeit bis zu zwei Jahre auf bis zu 28 Stunden in der Woche zu verkürzen". Warnstreiks gab es auch in Unterfranken bei Schaeffler in Eltmann. "Es scheint ein bisschen Bewegung reinzukommen", sagte ein Beobachter der Badischen Zeitung. Der Arbeitgeber-Verband Nordmetall hatte den Beschäftigten eine Einmalzahlung von 200 Euro und zwei Prozent mehr Geld ab April 2018 angeboten. Allerdings sei am Donnerstag "Bewegung erkennbar "gewesen, an der sich konstruktiv weiter arbeiten lasse". Denkbar wäre auch, die Betriebszugehörigkeit zu einem Kriterium zu machen. In St. Ingbert beteiligten sich rund 2.500 Metallerinnen und Metaller aus mehreren Unternehmen, u.a. Voith Automotiv und Festo AG, an einer Kundgebung. Der bayerische IG-Metall-Chef Jürgen Wechsler sagte: "Wir werden jetzt von Tag zu Tag die Warnstreikbeteiligung in Bayern steigern". Am Donnerstag hätten sich daran rund 76 000 Metaller aus knapp 400 Betrieben beteiligt, teilte die IG Metall mit. Zudem legten auch bei Mercedes, ArcelorMittal und MAN Diesel Mitarbeiter die Arbeit nieder.

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