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Meltdown & Spectre: Intel versucht mit Benchmarks zu beruhigen

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Nun wandte sich der Intel-CEO Brian Krzanich in einem offenen Brief an Kunden und Partner. Das Unternehmen war wegen seiner zögerlichen Informationspolitik zum Teil hart angegangen worden und hatte versprochen, transparenter zu agieren. Bei Chips für Heimrechner wie auch Rechenzentren, die auf der Haswell- und Broadwell-Architektrur basieren, kommt es nach der Installation des Updates immer wieder Neustarts. Dort schreibt man, dass bis zum 15. Januar 90% der CPUs der letzten 5 Jahre mit Updates versorgt werden. Ab dem nächsten Monat gehe es daran, auch für ältere Intel-Chips Updates in die Wege zu leiten.

Doch Meltdown und Sprectre sorgen für eine wesentlich größere Verunsicherung, nicht zuletzt deshalb, weil der Fehler in den CPUs, also der Hardware, steckt, deren Leistung mit einem Update in Mitleidenschaft gezogen werden könnte. Seit dem 3. Januar hat Intels Aktienkurs um fast fünf Prozent nachgegeben. Software-Hersteller haben inzwischen Updates für ihre Programme veröffentlicht.

Man selbst verpflichte sich dazu, schwerwiegende Schwachstellen künftig verantwortungsvoll zu veröffentlichen und eng mit anderen Unternehmen zusammenarbeiten, um Lücken zu schließen. Außerdem will der Konzern die Fördermittel für Wissenschaftler und Entwickler erhöhen, die Sicherheitslücken aufdecken. Nachdem unter anderem der Softwarekonzern Epic Games auf eine schwächere Performance bei Spielen hingewiesen hatte, gibt nun auch Intel zu, dass die Chips gedrosselt werden, sobald die Sicherheitslücken per Update geschlossen werden. Der Leistungsverlust bei den aufgeführten Prozessoren in den einzelnen Testläufen zumeist bei weniger als zehn Prozent. Sowohl Client-Rechner wie auch Server-Systeme in Rechenzentren sollen nach dem Einspielen der Patches häufiger rebooten als vor dem Patch.

Nur kurz vor der diesjährigen CES in Las Vegas wurde bekannt, dass Prozessoren von Intel, AMD und Co. verschiedene Sicherheitslücken aufweisen. Dabei handelt es sich um Angriffsszenarien, die mit herkömmlichen Softwareschwachstellen nicht vergleichbar sind.

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