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Models werfen Star-Fotografen sexuelle Belästigung vor

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Mario Testino steht neben Alexandra Shulman vor einer Wand mit dem Logo der British Fashion Awards

Die "New York Times" veröffentlichte am Samstag die Aussagen von 13 Männern, die Testino teils aggressive sexuelle Annäherungsversuche vorwerfen.

Inzwischen teilte ein erstes Medienunternehmen mit, vorerst nicht mehr mit Weber und Testino zu arbeiten. Zu den Vorwürfen äußerte sich Testino zunächst nicht.

13 Männer werfen Mario Testino sexuelle Belästigung vor - darunter Models und frühere Mitarbeiter. In dem Zeitungsartikel erhoben 15 männliche Models auch Belästigungsvorwürfe gegen den Modefotografen Bruce Weber. "Ich erinnere mich, wie er seine Finger in meinen Mund gesteckt, und wie er meine Genitalien angefasst hat". "Wir hatten nie Sex oder so, aber es passierten eine Menge Dinge". Weber hat bislang für Calvin Klein, Abercrombie & Fitch und andere Unternehmen gearbeitet. Der 63-Jährige fotografierte für die Februar-Ausgabe der "Vogue" Tennisstar Serena Williams und ihre kleine Tochter. Ex-Supermodel Ryan Locke bezeichnete Testino als einen "Triebtäter". 1997 machte er ein halbes Jahr vor ihrem tödlichen Autounfall in Paris die letzten Porträtaufnahmen von Prinzessin Diana. "Viele Berührungen. Viel Missbrauch", zitiert ihn die "New York Times". Entweder sie fügten sich und wurden mit lukrtiven Werbeaufträgen belohnt, oder sie wiesen die Annäherungen zurück und riskierten damit ihre Karriere.

In Statements stritten beide Fotografen die Vorwürfe ab. "Ich bin total schockiert und traurig über diese ungeheuerlichen Behauptungen gegen mich, die ich entscheiden bestreite", teilte Weber in einer Erklärung seiner Anwälte mit. Eine Anwaltskanzlei in Vertretung Testinos stellte den Charakter und die Glaubwürdigkeit der öffentlichen Ankläger infrage.

"Seit mehrere Frauen Hollywood-Produzent Harvey Weinstein sexuelle Belästigung und Vergewaltigung vorgeworfen haben, wird unter dem Schlagwort "#Me Too" eine breite Debatte über sexuelle Gewalt geführt. Durch ähnliche Vprwürfe gerieten zahlreiche weitere Promis unter Druck, darunter die Schauspieler Kevin Spacey und Dustin Hoffman, der Fernsehmoderator Charlie Rose und mehrere Mitglieder des US-Kongresses. In Deutschland steht derzeit Regisseur und Drehbuchautor Dieter Wedel im Zentrum der Kritik.

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