weltkunstbulletin.com

Welt

Vorfall in JVA Iserlohn: Beamte mit heißem Wasser verletzt

Share
Vorfall in JVA Iserlohn Beamte mit heißem Wasser verletzt. JVA Iserlohn

Iserlohn - Ein Insasse (17) der JVA Iserlohn soll am Donnerstagmorgen unvermittelt zwei Justizvollzugsbeamte mit heißem Wasser angegriffen haben.

Einem Bericht der "Bild"-Zeitung zufolge erlitten sie schwere Verbrennungen, der Leiter der JVA, Joachim Güttler, sprach von einem "Angriff". Demnach soll es sich bei dem Angreifer um einen Deutschen handeln, der zum Islam konvertierte und unter Terrorverdacht steht.

Trotz der schweren Verletzungen der beiden Beamten, erschien der Angeklagte am Nachmittag vor Gericht. Es werde von einem "islamistisch motivierten Hintergrund" ausgegangen, sagte Gerichtssprecher Thomas Jungkamp. Der Prozess gegen ihn begann am 5. Dezember vor dem Landgericht Dortmund. Güttler zu BILD: "Er verweigerte, seinen Haftraum zu verlassen". Auch sein Betreuer, mit dem er sich gut verstand, konnte ihn nicht davon überzeugen.

Dem Bericht zufolge soll der 17-Jährige einen Wasserkocher in seinem Haftraum benutzt haben, um das Wasser zu erhitzen. Der Schwerverletzte war laut Güttler die Vertrauensperson des Jugendlichen. "Die Bediensteten kennen ihn schon länger", erklärt der JVA-Leiter. Der Häftling sei ein halbes Jahr in der JVA und nie "auffällig" gewesen.

Man könne nicht die Wasserkocher nun nicht generell verbieten.

Der Ministeriumssprecher sprach von einer "staatsfeindlichen Grundhaltung" des mutmaßlichen Täters. "Wir dulden keine Gewalt in unseren Justizvollzugsanstalten und fahren hier eine klare Null-Toleranz-Strategie". Die beiden Männer wurden verletzt und in ein Krankenhaus gebracht. Gegen 16-Jährigen erstattete die JVA nach dem Vorfall Strafanzeige bei der zuständigen Staatsanwaltschaft Hagen. Er wurde mittlerweile in die Jugendhaftanstalt Herford verlegt.

Share