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Medizin

Kind stirbt in Lindenfels

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Meningokokken können Hirnhautentzündung und Blutvergiftung auslösen

Sie betonte, dass es keinerlei Hinweise darauf gebe, dass sich das Kind die Infektion im Kindergarten zugezogen habe.

Durch Tröpcheninfektion werden Meningokokken übertragen. Die Ansteckung mit den Bakterien führte zu einer Hirnhautentzündung, die trotz Antibiotika-Behandlung tödlich verlief.

In einer Kindertagesstätte der Kerngemeinde Lindenfels im Kreis Bergstraße (Hessen) ist eine Meningokokken-Infektion (Typ B) aufgetreten. Das teilte das Gesundheitsamt des Landkreises mit.

Es hatte sich mit Meningokokken des Typ B angesteckt.

Das Gesundheitsamt habe "umgehend alle nötigen Maßnahmen eingeleitet" hieß es seitens des Landratsamtes.

Diesen Leuten empfahlt die Behörde dringend, sich prophylaktisch mit Antibiotika behandeln zu lassen, um die Gefahr einer weiteren Meningokokken-Erkrankung auszuschließen. Aktuell gebe es keinen weiteren Verdachtsfall. Alle Personen, die in der Kita und außerhalb Kontakt zu dem erkrankten Kind hatten, seien informiert worden.

Meningokokken sind Bakterien der Art "Neisseria meningitidis". Die Folge der Krankheit können eine Hirnhautentzündung oder auch eine Blutvergiftung sein.

Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts vom Montag wurden im vergangenen Jahr deutschlandweit 278 Meningokokken-Fälle gemeldet, 18 davon in Hessen.

Bisher empfiehlt die STIKO für Kinder ab zwei Jahren jedoch nur eine Impfung gegen Meningokokken-Typ C, da eine Infektion häufig mit Komplikationen und der hohen Sterblichkeit einhergeht.

In Deutschland kommen Meningokokken-Erkrankungen äußerst selten vor - im Jahr unter fünf Fälle pro eine Million Menschen. Meistens handelt es sich um Einzelfälle, insbesondere in den Wintermonaten. Etwa zehn Prozent der Bevölkerung Europas tragen diese Bakterien im Nasenrachenraum, ohne krank zu werden. In der Nasenschleimhaut bleiben die Erreger meist ohne Folgen - problematisch wird es, wenn die Bakterien ins Blut gelangen. Zwischen Infektion und Ausbruch liegen in der Regel drei bis vier Tage. In hochakuten Fällen wie jetzt in der 5000-Einwohner-Gemeinde Lindenfels kann die Erkrankung trotz Behandlung mit Antibiotika in wenigen Stunden tödlich verlaufen.

Bei einer Infektion kann es unter anderem zu Symptomen wie Kopfschmerzen, Nackensteifigkeit oder Übelkeit kommen.

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