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Medizin

FSME-Infektionen breiten sich nach Norden aus

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Experten warnen Neue gefährliche Zeckenart in Deutschland

Experten zufolge wurden zuletzt auch in Norddeutschland, etwa im westlichen Niedersachsen oder in Berliner Großstadtgärten FSME-Erkrankungen registriert.

Den Experten zufolge sei die Gefahr, die von neuen Zeckenarten in Deutschland ausgehe, derzeit noch schwer einzuschätzen. Die Beginn der Zecken-Saison steht kurz bevor - jetzt warnen sogar Experten davor!

Die Kältewelle scheint erst mal vorbei, denn am Wochenende sollen die Temperaturen deutschlandweit auf über 10 Grad steigen und dann sind auch wieder die Zecken aktiv.

Zecken übertragen gefährliche Bakterien wie zum Beispiel die Borrelien. Sie verursachen Borreliose, eine Erkrankung, die vor allem Gelenke wie Knie, Hüfte und Schultern betrifft.

Zusätzlich sollten sich Menschen in der Natur vor Zecken schützen - mit langen Hosen, Zeckenspray und regelmäßiger Kontrolle der Haut. Frühsommer-Meningoenzephalitis, kurz FSME, kann zu einer Hirnhautentzündung führen.

Das Robert-Koch-Institut (RKI) registrierte im vergangenen Jahr bundesweit 481 Erkrankungsfälle - die zweithöchste je registrierte Zahl. "Mit Blick auf FSME-Erkrankungen war 2017 ein dramatisches Jahr", heißt es von Seiten der Hohenheimer Forscher.

Noch ist unklar, ob es sich hierbei um einen Trend handelt, da Erkrankungszahlen immer nur retrospektiv untersucht werden können. 2006 hatte es 546 FSME-Fälle registriert. Starke Schwankungen seien ganz normal. Tückisch sei, dass Verbreitungsgebiete von FSME infizierten Zecken oft nicht größer als ein Fußballfeld seien und über Jahre stabil bleiben könnten.

Welche Gebiete sind besonders betroffen?

Auch für Baden-Württemberg war 2017 ein überdurchschnittliches Jahr. Neue Gebiete, in denen besondere Vorsicht gilt, kommen 2018 wohl nicht hinzu.

Welche Zecken-Arten sind unterwegs?

Offenbar habe es die Menschen nach der Kälte ins Freie gezogen - und das genau in der jahreszeitlichen Hochphase des Gemeinen Holzbocks, eine der FSME-übertragenden Zeckenarten. Sie ist Wirt für FSME, Borrelien und Anaplasmen. Eine weitere Zeckenart ist die Auwald- oder Reliktzecken. Sie befallen nur selten den Menschen und übertragen unter anderem Babesien.

Das Robert Koch-Institut (RKI) bietet auf seiner Internetseite eine Übersicht über FSME-Risikogebiete in Deutschland. Die Zecke mit dem Namen Ixodes inopinatus stammt aus dem Mittelmeerraum.

Eine Infektion mit dem Erreger der sogenannten Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) ist nach Erkenntnissen von Zeckenforschern vermehrt auch im Norden Deutschlands möglich.

Lange Kleidung schützt vor Zeckenbissen, wenn sie dann auch noch hell ist, umso besser, dann lassen sich Zecken besser erkennen und man kann sie rechtzeitig entfernen.

Zecken lauern im Unterholz, in Büschen oder in hohem Gras.

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