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Kitzbühel-Sieger Dreßen gewann in Kvitfjell

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Thomas Dreßen- Abfahrtssieger von Kvitfjell | Bild imago  GEPA

Thomas Dreßen hat heute in Kvitfjell seine zweite Weltcup-Abfahrt gewonnen. Sein Vorsprung war hauchdünn.

Mit der Startnummer 13 schob sich Thomas Dreßen mit einem fehlerfreien Ritt über die Olympiastrecke von 1994 an die Spitze - acht Hundertstel vor den bis dahin führenden Schweizer Beat Feuz.

Vor dem Weltcup-Finale in Are rückt Dreßen auf Rang drei der Disziplinwertung hinter Feuz und Svindal.

Für die Österreicher verlief der vorletzte Saison-Super-G nicht nach Wunsch. Zwei Rennen vor Schluss liegt der Schweizer im Abfahrts-Weltcup 40 Punkte vor Svindal, der sich vor drei Wochen in Südkorea vor Kjetil Jansrud und Feuz zum Abfahrts-Olympiasieger gekürt hat. "Ich hätte mit vielem gerechnet", sagte er im ZDF über seinen bisherigen Saisonverlauf, "aber nicht, dass es so gut läuft". "Ich bin überglücklich", betonte er, "dass es so locker von der Hand geht".

Ein Vergleich der Abfahrtsresultate von Feuz und Svindal in dieser Saison zeigt einige Parallelen: In bisher sieben Weltcuprennen schafften es beide je fünfmal aufs Podest, dazu klassierten sie sich nie ausserhalb der Top 8. Nach Rang drei in Beaver Creek und dem Sieg in Kitzbühel ist der Erfolg in Kvitfjell bereits der dritte Podestplatz des Winters.

Josef Ferstl wurde 24.

Am Sonntag legte Dreßen mit dem besten Super-G-Resultat seiner Weltcup-Karriere nach.

Sieben Wochen nach dem Premieren-Erfolg in Kitzbühel zählt Dreßen nun bereits zu den erfolgreichsten Deutschen in dieser Disziplin. Nur Markus Wasmeier und Sepp Ferstl haben in ihrer Karriere im Weltcup zwei Abfahrten gewonnen. Seit seines dortigen Sturzes im Super-G, bei dem er sich einen Kreuzbandriss und Meniskusschaden im rechten Knie zugezogen hatte, hatte er auf seine Weltcup-Rückkehr hingearbeitet.

Dreßen ist schon jetzt eine Ausnahmeerscheinung, wie sie dem deutschen alpinen Ski-Rennsport nur selten widerfahren. - 11.03.18 in Norwegen Station.

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