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Rechte Partei stärkste Kraft bei kolumbianischer Parlamentswahl

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Ivan Duque Präsidentschafts-Kandidat der rechtskonservativen Partei Centro Democrático während seiner Stimmabgabe bei den Parlamentswahlen

Bogota - Nach der Parlamentswahl in Kolumbien liegen die rechtskonservativen Hardliner Teilergebnissen zufolge in Führung. Die vom rechten Ex-Präsidenten Alvaro Uribe geführte Partei Centro Democratico (CD) führt in Umfragen mit 17 Prozent. Wie unter anderen die kolumbianische Zeitung "El Tiempo" berichtete, kamen die ehemaligen Guerilleros nach den Hochrechnungen nicht über 0,34 Prozent der Stimmen für den Senat hinaus. Mit mehr als 9,2 Millionen abgegebener Stimmen entwickelte sich der Wahlgang zum Urnengang mit den meisten Stimmen in der Geschichte des Landes, so dass improvisierte Wahlzettel ausgegeben mussten.

Die Mitte-rechts-Gruppierung von Staatschef Juan Manuel Santos, die Soziale Partei der nationalen Einheit, ist durch zahlreiche Korruptionsskandale diskreditiert. Die Wahl gilt auch als Test für die Präsidentenwahl Ende Mai. Belastbare Ergebnisse werden nach Auszählung von rund 80 Prozent der Stimmen erst am Montagmorgen erwartet. Vielen Kolumbianern sind die früheren Rebellen wegen ihrer jahrzehntelangen Anschläge verhasst. Der ehemaligen Guerilla stehen nach den Bestimmungen des Friedensvertrags aber unabhängig von ihrem Stimmenanteil fünf der insgesamt 166 Sitze im Abgeordnetenhaus sowie fünf der 102 Senatssitze zu. Die Wahlbeteiligung lag in den vergangenen Jahren jeweils bei rund 50 Prozent. Bei den Linken setzte sich der ehemalige Bürgermeister der Hauptstadt Bogotá, Gustavo Petro, durch.

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