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Sergej Skripal tot: Schwere Vorwürfe! Steckt Russland hinter Attentat auf Ex-Spion?

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Nervengift- May Russland für
Anschlag verantwortlich

Die britische Premierministerin macht Russland für das Attentat auf den russischen Ex-Doppelagenten verantwortlich.

Es sei "höchst wahrscheinlich", dass Russland für den Anschlag auf Sergej Skripal und seine Tochter Julia verantwortlich sei, sagte May am Montag in London.

May sagte im britischen Unterhaus in London, es sei "höchstwahrscheinlich", dass Russland für die Vergiftung verantwortlich sei.

Zuvor war der Ton zwischen London und Moskau nach dem Giftanschlag auf den russischen Ex-Doppelagenten Sergej Skripal schärfer geworden. Wenige Stunden zuvor hatte May eine Krisensitzung des Nationalen Sicherheitsrats geleitet. Der Journalist Dmitri Kisseljow, einer der wichtigsten Propagandisten des Kremls, unterstellte im staatlichen Fernsehen, britische Dienste hätten den Anschlag begangen. Sie wurden der Polizei zufolge Opfer eines Attentats mit Nervengift und befinden sich weiterhin in einem kritischen Zustand. Insgesamt mussten 21 Menschen im Spital behandelt werden, darunter auch ein Polizist. "Und Russland soll sehen, wie es seine Unschuld beweist". Schließlich handele es sich um einen militärischen Kampfstoff aus russischer Produktion. Er war dort 2006 wegen Spionage für Großbritannien verurteilt worden und saß vier Jahre im Gefängnis, bis er bei einem Agentenaustausch frei kam. Im Rahmen eines Gefangenenaustauschs kam er 2010 nach Großbritannien. Die britische Premierministerin May erhebt schwere Vorwürfe gegen Moskau und bestellt den Botschafter ein. Denkbar seien zum Beispiel die Ausweisung von Diplomaten und finanzielle Maßnahmen gegen Oligarchen mit Immobilienbesitz in London aus dem direkten Umfeld des russischen Präsidenten Wladimir Putin. Die Premierministerin hatte bereits damit gedroht, keine Regierungsvertreter zur Fußballweltmeisterschaft im Sommer nach Russland zu schicken. Der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses des Unterhauses, Tom Tugendhat, warnte am Montag in einem Interview des Senders BBC britische Fußballfans: Sie könnten in Russland in Gefahr geraten, falls die Spannungen zunehmen sollten. An der Krisensitzung sollen auch Experten aus der Politik, der Geheimdienste und Streitkräfte teilnehmen. An den Ermittlungen sind mehr als 250 Beamte beteiligt, darunter 180 Soldaten.

Nach dem Nachweis von Nervengiftspuren in einem Pub sowie einem Restaurant im englischen Salisbury riefen die Gesundheitsbehörden Besucher der Lokalitäten auf, ihre Kleidung und persönliche Dinge zu waschen.

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