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Trump kündigt Zoll-Verhandlungen mit der EU an

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Donald Trump droht EU erneut mit Strafzöllen auf Autos

US-Präsident Donald Trump hat Verhandlungen mit der EU über niedrigere Zölle auf amerikanische Produkte angekündigt. Sein Handelsminister Wilbur Ross werde mit "Vertretern der Europäischen Union sprechen", schrieb Trump am Montag im Kurzbotschaftendienst Twitter.

Trump hatte vergangene Woche Strafzölle auf Stahl und Aluminium beschlossen, die auch europäische Produzenten treffen würden.

EU-Handelskommissarin Cecilia Malmström zeigte sich von den vorhergehenden Drohungen Trumps im Stahlstreit bisher unbeeindruckt. Die EU muss nun entscheiden, ob sie die Gegenzölle tatsächlich in Kraft setzt. Am Samstag drohte er den Europäern mit weiteren Strafzöllen auf europäische Autos, wenn diese ihre "grauenhaften" Zölle auf US-Produkte nicht abschafften.

Noch am Wochenende hatte Trump im Handelsstreit nachgelegt und mit höheren Steuern auch auf die Einfuhr europäischer Autos gedroht.

Deutschlands Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) strebt ebenfalls eine Verhandlungslösung an. Merkel schloss aber nicht aus, dass die EU mit Gegenmaßnahmen antworte. "Wenn jemand Steine wirft, sollte er sich zuerst vergewissern, dass er nicht im Glashaus sitzt", sagte ein Sprecher. Auch bei der durchschnittlichen Höhe der Einfuhrzölle lag die EU 2016 mit 5,16 zu 3,48 Prozent klar vor den USA. Merkel begrüßte ausdrücklich die Gesprächsangebote von Brüssel an Washington.

Der Sprecher verwies darauf, dass auch die Amerikaner in einigen Bereichen sogar höhere Zölle als die EU haben.

Bei den Gesprächen seines Handelsministers werde es um die Abschaffung der "hohen Tarife und Barrieren" gehen, welche die EU im Handel gegen die USA einsetze, kündigte Trump an. Die Vereinigten Staaten wiederum belasten eingeführte Personenwagen aus der EU generell mit 2,5 Prozent Einfuhrzoll, auf die in dem Land beliebten Pickups und bestimmte Lieferwagen schlagen sie 25 Prozent oben drauf. Von den Zöllen ausgenommen werden sollen aber zumindest vorläufig Kanada und Mexiko, mit denen die USA derzeit über eine mögliche Neufassung des Nordamerikanischen Freihandelsabkommens Nafta verhandeln. Das Thema Handel und fairer Handel werde jedenfalls auch auf dem kommenden EU-Gipfel eine Rolle spielen. "Das ist unsere Position. Jetzt brauchen wir mehr Klarheit".

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