weltkunstbulletin.com

Welt

Anschlag auf palästinensischen Ministerpräsidenten

Share

Der palästinensische Ministerpräsident Rami Hamdallah ist im Gazastreifen offenbar einem Anschlag entgangen. Keiner der beiden wurde den Angaben zufolge verletzt, wohl aber sieben andere Personen.

Dschabalija - Bei einem Besuch des palästinensischen Ministerpräsidenten Rami Hamdallah im Gazastreifen hat sich in der Nähe seines Konvois eine Explosion ereignet. Auch der Geheimdienstchef Madschid Faradsch soll sich in dem Konvoi befunden haben. Mehrere Verdächtige seien festgenommen worden. Der Konvoi sei weitergefahren. Palästinenserpräsident Abbas machte die radikalislamische Hamas für das Attentat verantwortlich. Abbas sprach laut Medienberichten von einem "feigen" Angriff.

Die Hamas verurteilte den Angriff. Dies sei ein Versuch, den Versöhnungsprozess zwischen Hamas und Fatah zu untergraben und die Sicherheitslage in Gaza zu destabilisieren, schrieb die Organisation auf Twitter. "Das wird uns nicht davon abhalten, mit der nationalen Einheit weiterzumachen", sagte Hamdallah.

Die Fatah-Partei von Abbas und die Hamas hatten nach mehr als zehn Jahren Bruderzwist am 12. Oktober in Kairo ein Versöhnungsabkommen vereinbart.

Die Hamas, die 2007 die alleinige Macht im Gazastreifen an sich gerissen hatte, erklärte sich in der Vereinbarung zum Verzicht auf die Kontrolle im Gazastreifen bereit. Fatah-Anhänger Hamdallah hat seinen Sitz im Westjordanland. Bei den Bemühungen um eine Versöhnung gab es zuletzt wiederholt Rückschläge.

Eine Quelle aus lokalen Sicherheitsbehörden teilte gegenüber der russischen Nachrichtenagentur RIA Novosti mit, dass hinter der Tat Aktivisten von Dschihadisten-Gruppierungen, die gegen die Hamas kämpfen, und Terroristen, die ideologisch dem "Islamischen Staat"* (IS; auch Daesh) nahestehen, vermutet würden.

Share