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Krieg in Syrien: Türkische Truppen stehen vor Afrin

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Türkische Armee rückt auf Afrin vor

Die türkischen Truppen bereiten sich auf Kämpfe gegen die kurdische Miliz YPG in Afrin vor.

Knapp zwei Monate nach dem Beginn ihres jüngsten Einmarsches im Nachbarland Syrien steht die türkische Armee kurz vor der nordsyrischen Stadt Afrin. Mehr als 2000 Geflüchtete aus der Stadt Afrin seien innerhalb von 24 Stunden in die von syrischen Regierungsanhängern kontrollierten Orte Nubl und Al-Sahra geflohen. Die YPG hindere Zivilisten an der Flucht aus der Stadt, um sie als menschliche Schutzschilde zu benutzen, hieß es bei der staatlichen türkischen Nachrichtenagentur Anadolu. Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte in London teilte mit, 300 000 Menschen seien nun eingeschlossen.

Die türkischen Streitkräfte hatten am 20. Januar die Operation Olivenzweig gegen die kurdischen Volksverteidigungseinheiten (YPG) begonnen. Als Grund für diesen Schritt hatte er gesagt: "Auf diese Weise wird die Hilfe von aussen blockiert und die Terrororganisation wird nicht mehr die Möglichkeit haben, mit jemandem einen Handel einzugehen". Ziel der Türkei ist es, ein Erstarken der Kurden an ihrer Südgrenze zu verhindern. Allerdings hatten US-Offiziere in Manbidsch kürzlich angekündigt, die Stadt zusammen mit den Kurden gegen die Türken zu verteidigen.

Nach Angaben von Aktivisten flüchteten am Montag Tausende Zivilisten aus Afrin.

Die Situation in Syrien Quelle: IHS Conflict Monitor, New York Times.

Hunderte Menschen hatten am Montag noch versucht zu fliehen, meldete die Syrische Beobachtungsstelle. Auch hätten die türkischen Angreifer Wasser- und Elektrizitätskraftwerke zerstört, die Afrin versorgen, sagte Ebrahim.

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