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Met entlässt James Levine

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Der Amerikaner James Levine

Deshalb werde jegliche Zusammenarbeit mit ihm beendet.

James Levine ist seit Jahrzehnten mit der New Yorker Metropolitan Opera verbunden.

Die New Yorker Metropolitan Opera hat den Dirigenten James Levine wegen Missbrauchsvorwürfen entlassen. Grund dafür sind Anschuldigungen mehrerer Männer, wonach Levine sie als Minderjährige sexuell missbraucht haben soll. Die Untersuchung habe zudem glaubwürdige Beweise dafür geliefert, dass Levine schutzlose Künstler, die am Anfang ihrer Kariere standen und denen er vorstand, sexuell ausgenutzt habe. Die Zusammenarbeit mit dem Dirigenten werde beendet, auch der Titel des Musikdirektor Emeritus werde Levine entzogen. Der 1943 im US-Bundesstaat Ohio geborene Dirigent hatte seit den frühen 70er Jahren an der renommierten Metropolitan Oper gearbeitet und war seit 1975 ihr musikalischer Leiter. Nach gesundheitlichen Problemen zog er sich 2016 von dem Posten zurück, arbeitete aber in verschiedenen Rollen weiter für das Opernhaus. Einen Tag vor seiner Suspendierung hatte er noch Giuseppe Verdis "Requiem" dirigiert. Nachdem die "New York Times" im vergangenen Dezember über die Anschuldigungen berichtet hatte, war Levine zunächst suspendiert worden. Für die Untersuchung seien 70 Menschen befragt worden. Der Missbrauch habe den heute 48-Jährigen fast in den Suizid getrieben. Drei weitere Männer erklärten ebenfalls öffentlich, von Levine sexuell missbraucht worden zu sein. Dieses Verhalten habe es vor und während der Zeit von Levine an der Met gegeben.

"Ich dachte, der Sex diene meiner Vervollkommnung, durch ihn würde alles besser", berichtete der Geiger Albin Ifsich von seinen Erfahrungen als 20-jähriger Musikstudent im Jahr 1968. Er sei weder ein "Unterdrücker" noch ein "Aggressor", versicherte er damals.

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