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"Osmanen Germania": Razzien in Crailsheim und Mannheim

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Gegen die Osmanen Rocker wird ermittelt

Essen. Seit dem frühen Dienstagmorgen ist die Groß-Razzia im Gange.

Nach Polizeiangaben betraf die Aktion insgesamt 41 Objekte. Weil die Polizei die Rocker zum Teil als gefährlich einschätzt, sind auch Spezialkräfte dabei. Nach Angaben des Bundesinnenministeriums besteht der dringende Verdacht, dass Zweck und Tätigkeit des Vereins den Strafgesetzen zuwiderlaufen.

Laut Polizei will man mithilfe der Razzia die Vereinstrukturen und -aktivitäten des Rockerclubs aufklären. Schwerpunkt ist NRW, aber auch in Baden-Württemberg sind die Beamten tätig. "Osmanen Germania BC" hat in NRW rund 150 Mitglieder und gibt vor, sich als "Boxclub" vor allem um Jugendliche zu kümmern. Um die Durchsetzung eines Vereinsverbots gehe es hingegen nicht.

In Hessen durchsuchten die Einsatzkräfte zehn Objekte in Westhessen, Südhessen und Südosthessen, wie das dortige Innenministerium mitteilte. Auch in Hessen und Baden-Württemberg würden Objekte durchsucht, hieß es. Der geschäftsführende Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) sagte, Bund und Länder zeigten mit den heutigen Maßnahmen, dass kriminelle Aktivitäten egal vor welchem gesellschaftlichen Hintergrund nicht geduldet würden. Tatsächlich aber liege der Zweck in der gewalttätigen Gebiets- und Machtentfaltung sowie in der Selbstbehauptung gegenüber konkurrierenden rockerähnlichen Gruppierungen. Nach Einschätzung des nordrhein-westfälischen Innenministeriums steht sie in Verbindung zur türkischen Regierungspartei AKP und zum Umfeld des Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdoğan. Die Gruppierung vertritt demnach türkisch-nationalistische und rechtsextremistische Positionen.

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