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Barmer: Zahl der Krätze-Erkrankungen in Deutschland deutlich gestiegen

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Barmer: Zahl der Krätze-Erkrankungen in Deutschland deutlich gestiegen

Die Krätze ist in Deutschland offenbar wieder auf dem Vormarsch.

Berlin. Lange Zeit nahmen die Krätze-Fälle kontinuierlich ab, seit ein paar Jahren steigen sie wieder deutlich an.

Eine Analyse der Barmer Krankenkasse deutet nun darauf hin, dass die Krätze hierzulande wieder deutlich auf dem Vormarsch ist. Danach verschreiben Ärzte wichtige Krätzemedikamente deutlich häufiger: Waren es 2016 noch 38.127 Verordnungen, ist die Zahl im vergangenen Jahr auf 61.255 Verschreibungen bei den Barmer-Versicherten gestiegen. Allerdings gebe es regionale Unterschiede.

Die Kasse weist darauf hin, dass man bereits bei den ersten Krätze-Anzeichen wie geröteten Papeln im Intimbereich, zwischen den Fingern oder in den Achseln und vor allem nächtlichem Juckreiz zügig den Arzt aufsuchen sollte. Während die Anzahl der Rezepte in Berlin um 35 Prozent zulegt habe, habe es in Schleswig-Holstein eine Zunahme von 127 Prozent gegeben, gefolgt von Bremen (98 Prozent) und Rheinland-Pfalz (89 Prozent), so die Krankenkasse. "Ähnlich stark dürfte auch die Anzahl der Erkrankten gestiegen sein", sagt Utta Petzold, Dermatologin bei der Krankenkasse. Besonders leicht könne sich die Krätzmilbe in Kindergärten verbreiten, weil dort ein enger Körperkontakt von Kindern untereinander bestehe, erklärt die Barmer Ersatzkasse.

Wie sieht Krätze aus? . Daher lassen sie sich nicht einfach abwaschen, erklärt die Apothekerkammer Hessen. Die Ausscheidungen der Tiere verursachen eine Reaktion des Immunsystems - die Haut entzündet sich und juckt stark. Dieser kann eventuell betroffene Hautschichten mikroskopisch untersuchen und mit Sicherheit feststellen, ob es sich um Krätze handelt. Nach circa acht bis zwölf Stunden wäscht der Patient das Präparat wieder ab. Zudem sei in Gemeinschaftseinrichtungen Vorsicht geboten, denn die parasitären Krätzmilben können beispielsweise auch zwischen Pflegepersonal oder Betreuer auf Patienten und umgekehrt übertragen werden. Bei einem ersten Befall kann es bis zu fünf Wochen dauern, bis die ersten Symptome auftreten, erläutert das Robert Koch-Institut (RKI). Die Milben können auch außerhalb des menschlichen Körpers einige Tage überleben. Nicht waschbare Dinge sollten 7 bis 14 Tage lang luftdicht verpackt werden.

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