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Stephen Hawking im Alter von 76 Jahren gestorben

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Der 76-Jährige starb am 13. März 2018 friedlich in seinem Haus in Cambridge, wie seine PR-Agentur Pagefield unter Berufung auf seine Familie mitteilte.

Hawking litt an der unheilbaren Muskel- und Nervenkrankheit Amyotrophe Lateralsklerose ALS. Hawking saß seit Jahren im Rollstuhl und verständigte sich mit einem Sprachcomputer, der ihm eine monotone roboterhafte Stimme gab. Schon seit Langem war ihm eine Verständigung nur noch mühsam mithilfe eines Computers möglich. Zur steten Verwunderung seiner Ärzte lebte er trotz der tödlichen Erkrankung noch mehr als 50 Jahre. Er war für seine bahnbrechenden Erkenntnisse zu Schwarzen Löchern und zur Relativitätstheorie bekannt.

Das Talent, was ihn auch unter Laien populär machte, war die Gabe, komplexe Sachverhalte verständlich und unterhaltsam auf den Punkt zu bringen.

Doch die Krankheit schritt bei ihm sehr langsam voran und konnte seinen Aufstieg in der Wissenschaft nicht aufhalten: 1979 wurde er Professor für Mathematik in Cambridge, über 30 Jahre lang hatte er dort den renommierten Lucasischen Lehrstuhl für Mathematik inne - und stand damit in der Nachfolge von Isaac Newton. Als Forscher sei er sehr erfolgreich gewesen. Später zeigte er jedoch, dass der Anfang des Universums nicht zwangsläufig in einer Singularität gelegen haben muss. Stephen Hawking: Die Suche nach der WeltformelAußerdem versuchte Hawking über Jahrzehnte, die Relativitätstheorie mit der Quantenphysik zu vereinen und auf diese Weise eine Art "Weltformel" zu finden - in der Sprache der Physiker eine "Große Vereinheitlichte Theorie", die alle Bereiche des Universums beschreibt, vom Mikro- bis zum Makrokosmos. Der Wissenschaftler habe über Jahrzehnte Millionen Menschen "unterhalten und inspiriert", schrieb der Politiker. Intelligente Roboter, Klimaerwärmung, Atomkrieg und durch Gentechnik hergestellte Viren gefährden möglicherweise die Erde, warnte er. Gemeinsam mit dem russischen Milliardär Jurij Milner plante er, eine Armee nur etwa briefmarkengrosser Raumschiffe auf eine 20-jährige Reise zum Sternsystem Alpha Centauri zu schicken.

Der Gedanke an den Tod habe ihn seit langem begleitet. Was auch immer Hawking dazu meinte, wurde viel diskutiert. Deshalb fällt Physiker Sheldon, der in der Szene auf Hawking trifft, auch prompt in Ohnmacht, als dieser ihn auf einen Rechenfehler aufmerksam macht.

"Ich bin der Archetypus eines behinderten Genies", sagte Stephen Hawking in einem Interview mit der BBC. Sein Leben als junger Wissenschaftler wurde 2014 mit dem Film "Die Entdeckung der Unendlichkeit" auf die Leinwand gebracht.

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