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Medizin

So viele Krankschreibungen wie seit zehn Jahren nicht

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Wegen der heftigen Grippewelle haben sich im Februar so viele Beschäftigte krank gemeldet wie seit zehn Jahren nicht. Das geht aus einer Statistik der Betriebskrankenkassen hervor. Laut einer Statistik der Betriebskrankenkassen (BKK) lag der Krankenstand - also der Anteil der Krankgemeldeten an allen Beschäftigten - im Februar bei 6,2 Prozent. Wie die Nachrichtenagentur dpa berichtet, blieb jeder dritte davon wegen einer Grippe oder anderer Atemwegsinfekte zuhause.

Wie es heißt, hatten Rheinland-Pfalz, das Saarland sowie die ostdeutschen Bundesländer die höchsten Krankenstände. Doch auch im Vergleich zu den vier großen Grippewellen 2009, 2013, 2015 und 2017 liegt der diesjährige Wert "mit Abstand" an der Spitze. Am wenigsten von grippalen Infekten betroffen waren demnach Hamburg sowie Bayern und Baden-Württemberg.

Generell wird in Deutschland stets im Februar der höchste Krankenstand erreicht. Gründe für die regionalen Abweichungen sind neben der unterschiedlichen Altersstruktur auch die wirtschaftliche Lage des Bundeslandes. Gleiches gilt auch für Polizei und Sicherheitsdienste sowie für die Reinigungs-, Verkehrs- und Logistikberufe, etwa Busfahrer und Postzusteller.

Wie stark Beschäftigte von Atemwegserkrankungen betroffen sind, ist auch vom jeweiligen Beruf abhängig.

Dem Robert-Koch-Institut zufolge scheint der Höhepunkt der Grippewelle inzwischen überschritten. In der vergangenen Woche wurden rund 44.500 bestätigte Influenzafälle übermittelt, seit Oktober waren es damit insgesamt rund 270.730 Fälle.

Die tatsächliche Zahl liegt deutlich höher, da bei weitem nicht in jedem Fall auf Grippe getestet wird.

Ärzte raten, sich nach einer überstandenen Grippe richtig auszukurieren. Ein Anzeichen für eine Grippe ist der plötzliche Beginn mit hohem Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen. Das Immunsystem sei dann noch deutlich geschwächt.

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