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Parlament kürzt Prinz Laurent das Einkommen

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In der Nacht zum Freitag billigte das Kammerplenum in einer geheimen Abstimmung die einmalige Kürzung um 46.000 Euro.

Laurent, von Medien als "Rebellen-Prinz" und "Prinz Vollgas" betitelt, war schon früher unangenehm aufgefallen. "Es half nichts", so BRF: Mit 93 zu 23 Stimmen wurde die Kürzung der Gelder mit klarer Mehrheit bestätigt. Im vergangenen Sommer hatte der 54-Jährige ohne Zustimmung der Regierung und in Militäruniform einer Feier in der chinesischen Botschaft in Brüssel beigewohnt.

Laurent erinnert auch daran, dass die Sanktion eine "dauerhafte Bedrohung" für ihn, seine Frau und seine Kinder sei, zumal seine Familie keinen Zugang zum belgischen Sozialsystem habe. Ein Foto, das ihn und andere Teilnehmer beim Anschneiden eines Kuchens zeigte, verbreitete er selbst über seinen Twitter-Account. Und jetzt wolle man ihm auch noch die staatliche Dotation beschneiden, wie Prinz Laurent nach Angaben des belgischen Rundfunk BRF in dem Schreiben beklagte.

Laurent darf ausländische Würdenträger allerdings nur mit Erlaubnis der Regierung treffen - darum hatte er nicht gebeten.

Lesen Sie mehr über das belgische Königshaus: "Ein früherer König als Vater?". Die Regierung sieht darin eine unerlaubte Neben-Außenpolitik. 175 000 Euro davon waren für die Renovierung einer Villa des Prinzen geflossen. Diesmal schritt Premierminister Charles Michel ein, nach Rücksprache mit König Philippe.

Und auch sonst war der ausgebildete Marine-Offizier immer wieder für Schlagzeilen gut.

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