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Bei insolventer Beate Uhse fällt mehr als die Hälfte der Jobs weg

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Im Dezember wurde die Insolvenz des Erotikhändlers bekannt

Beim insolventen deutschen Erotikhändler Beate Uhse fällt nach der Abwicklung und Sanierung vermutlich mehr als die Hälfte der Arbeitsplätze weg. "Läuft alles nach Plan, wird der Finanzinvestor Robus Capital Anfang Mai die werthaltigen Teile des Unternehmens übernehmen", sagte Georg Bernsau, der Generalbevollmächtigte, der "Wirtschaftswoche". "Damit könnten rund 150 Arbeitsplätze bei Beate Uhse erhaltenbleiben", so Bernsau. Beate Uhse hatte im Dezember nach jahrelangem Niedergang die Insolvenz in Eigenverwaltung beantragt.

"Das finanzwirtschaftlich komplexe Verfahren befindetsich damit nun auf der Zielgeraden", so Bernsau. Eine weitere Gläubigerversammlung der niederländischen Tochtergesellschaft steht noch bevor. Die deutschen Gläubiger haben dem Insolvenzplan bereits zugestimmt.

Dieser sieht der "Wirtschaftswoche" zufolge vor, dass alle werthaltigen und überlebensfähigen Teile des Konzerns in eine neue Tochtergesellschaft namens be you GmbH überführt werden. "Stimmen die Gläubiger zu, wovon wir ausgehen, ist der Weg frei für eine neue Beate Uhse und das Kerngeschäft wäre gerettet", sagte Bernsau. Das Geschäft soll dann neu aufgestellt werden. Wertvoll ist vor allem der Markenname, den die meisten Verbraucher in Deutschland kennen. Geplant ist auch, die IT zu erneuern, den Verkauf über externe Online -Plattformen wie Amazon anzukurbelnsowie den Anteil der Eigenmarken am Umsatz auszubauen. Die Gläubiger dürften ihr Geld weitgehend verlieren. Die Firma wurde 1946 von der früheren Luftwaffenpilotin Beate Rotermund-Uhse gegründet.

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