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Deutsche Industrieproduktion bricht unerwartet ein

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Bauen wird immer teurer. Quelle dpa

In Deutschland ist die Produktion im verarbeitenden Gewerbe überraschend gesunken. Im Februar sei die Gesamtfertigung in den Bereichen Industrie, Bau und Energie im Vergleich zum Vormonat um 1,6 Prozent gefallen, teilte das Statistische Bundesamt am Freitag in Wiesbaden mit.

"Die Industrieproduktion hat an Schwung verloren", erklärte das Wirtschaftsministerium.

Auch das Institut IHS Markit, das monatlich Hunderte deutsche Industriebetriebe befragt, sprach von "hohen krankheitsbedingten Arbeitsausfällen" im Winter.

Einer Statistik der Betriebskrankenkassen (BKK) zufolge ließ die Grippewelle die Fehlzeiten in den Betrieben auf ein Zehnjahreshoch steigen: Der Krankenstand - also der Anteil der Krankgemeldeten an allen Beschäftigten - lag im Februar bei 6,2 Prozent.

"Das Risiko ist aber relativ groß, dass das auf die Stimmung der Unternehmen durchschlägt", sagte Rees. "Werden durch die Zölle weltweite Wertschöpfungsketten gekappt oder behindert, könnte sich das mittelfristig auch auf die Absatzmöglichkeiten deutscher Unternehmen auswirken", warnte Sophia Krietenbrink vom Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK). Hinzu kommt, dass auch der Auftragseingang zuletzt schwächer als erwartet ausgefallen war. Die Industrieproduktion nahm im Februar um 2,0 Prozent ab.

In der Bauwirtschaft schwächte sich die Produktion um 2,2 (plus 2,7) Prozent ab, während die Energieerzeugung um 4,0 (minus 3,4) Prozent zunahm.

"Folglich dürfte auch die Gesamtwirtschaft weniger zugelegt haben als im Verlauf von 2017". Sie hatten mit einem Zuwachs der Gesamtproduktion um 0,2 Prozent gerechnet.

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