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Hat er von 130.000 Dollar nichts gewusst?

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Stormy Daniels im Interview mit CBS am 25. März 2018

Bisher war er den Fragen ausgewichen - jetzt hat sich US-Präsident Trump zur angeblichen Affäre mit Pornodarstellerin Stormy Daniels geäußert. Er wisse auch nicht, woher das Geld stamme, sagte Trump am Donnerstag.

Der Anwalt des Pornostars meldete Zweifel an Trumps Aussage an: "Wir freuen uns sehr darauf, den Wahrheitsgehalt von Herrn Trumps angeblicher Unkenntnis bezüglich der Zahlung von 130'000 Dollar zu überprüfen", schrieb Anwalt Michael Avenatti im Kurzbotschaftendienst Twitter. Aber wusste der US-Präsident von der Zahlung? "Michael ist mein Anwalt und sie müssen Michael Cohen fragen".

Clifford hat dagegen angegeben, einmal im Jahr 2006 Geschlechtsverkehr mit Trump gehabt zu haben. Das Weiße Haus hat dies dementiert. Er erklärte, dass die Trump Organisation oder Trumps Wahlkampflager weder direkt noch indirekt an der Zahlung beteiligt gewesen seien oder ihn dafür entschädigt hätten.

Die Pornodarstellerin bezeichnete die Zahlung als Schweigegeld. Die Zahlung erfolgte laut Medienberichten über eine Scheinfirma, die Cohen zuvor gegründet hatte.

Es war das erste Mal, dass Trump sich zu der Affäre mit der Pornodarstellerin Stormy Daniels äußerte, die bürgerlich Stephanie Clifford heißt.

Daniels hatte im März Klage eingereicht: Sie will die Geheimhaltungsvereinbarung, die sie demnach unterschrieben hatte, als sie das Geld erhielt, für ungültig erklären lassen. Sie argumentierte, die Vereinbarung sei nichtig, weil nicht Trump selbst, sondern nur sein Anwalt unterschrieben habe. "In diesem Fall gibt es auch nicht so etwas wie einen Geheimhaltungsvertrag", sagte er dem Fernsehsender MSNBC.

Daniels ist eine von zwei Frauen, die in den vergangenen Wochen über frühere Beziehungen mit dem Präsidenten in der Öffentlichkeit gesprochen haben. Interesse gibt es etwa an der Frage, ob mit der Zahlung Cohens Gesetze zur Wahlkampffinanzierung gebrochen wurden.

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