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Marit Björgen bendet Karriere

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Björgen schreibt mit letztem Gold der Spiele Geschichte

"Es war das perfekte Ende meiner olympischen Karriere", hatte Björgen nach ihrem Olmypiasieg sichtlich ergriffen gesagt.

Die norwegische Langlauf-Königin Marit Björgen beendet ihre Karriere. Der Wintersportnation Norwegen fehlen damit ab kommender Saison ihre beiden erfolgreichsten Sportler. Björndalen hatte wenige Tage zuvor ebenfalls seinen Rücktritt erklärt.

"Ich glaube nicht, dass ich noch genug Motivation besitze, um 100 Prozent für eine weitere Saison zu geben", sagte Björgen dem norwegischen Fernsehsender NRK: "Daher höre ich auf". "In Norwegen ist sie eine Legende", sagte Björndalen. Den ersten hatte sie 2002 in Düsseldorf geschafft. Die gesamte Karriere der Norwegerin ist von Superlativen geprägt: Sie gewann 18 Weltmeistertitel - so viele wie keine andere Langläuferin vor ihr - und insgesamt 41 internationale Meisterschaftsmedaillen. Viermal gewann die immer wieder wegen Dopinggerüchten verärgerte Trondheimerin den Gesamtweltcup. Die nationalen Meisterschaften am Wochenende in Alta werden ihr letzter Renneinsatz sein.

Björgen hatte bei den Winterspielen von Pyeongchang ihre achte olympische Goldmedaille gewonnen und sich zur erfolgreichsten Winterolympionikin gekrönt. Daher ist es etwas sehr Besonderes zu sagen: "Das war meine letzte Saison als Spitzenathletin".

Am Schlusstag der Spiele in Pyeongchang war Björgen mit der norwegischen Fahne in der Hand die letzten Meter hinauf zum Gipfel des Olymps gestürmt. Den Rest des Feldes beim Massenstart über 30 km hatte sie zu diesem Zeitpunkt längst hinter sich gelassen. Nie hat eine Läuferin mit einem größeren Vorsprung auf der Königsstrecke gesiegt, doch Björgens Motto in den letzten Jahren ihrer Karriere lautete: "Je schneller ich laufe, desto schneller komme ich nach Hause zu Marius".

Gemeint war ihr Sohn, dessen Geburt die Konkurrenz in der Loipe zumindest eine Saison lang von Björgens Dominanz befreit hatte. Die 18-fache Weltmeisterin (Rekord) und Gewinnerin von 114 Einzelrennen im Weltcup wird damit nicht an den Nordischen Ski-Weltmeisterschaften im Februar 2019 in Seefeld teilnehmen.

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