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Syrien: 40 Tote bei Luftangriffen auf Duma

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Bei den Angriffen seien zudem viele weitere Menschen verletzt worden.

Bei Luftangriffen auf die letzte von Aufständischen gehaltene Stadt in der syrischen Region Ost-Ghouta sind mindestens 40 Menschen getötet worden.

Unter den 40 Todesopfern seien mehrere Kinder, teilte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit. Laut der oppositionsnahen Vereinigung, deren Angaben für Medien kaum zu überprüfen sind, wurden die Angriffe von der syrischen und der russischen Luftwaffe geflogen. Duma ist das letzte Gebiet der Region Ostghuta, das sich noch in Rebellenhand befindet. Nun greifen russische und syrische Flugzeuge die Stadt aus der Luft an. Es handelte sich um die ersten Luftangriffe auf Duma seit zehn Tagen. Die syrische Armee hatte in den vergangenen Monaten zusammen mit Verbündeten heftige Angriffe auf die Region nahe Damaskus gefahren. Nach Angaben der Beobachtungsstelle kam es zu Gefechten zwischen Regierungstruppen und Rebellen südwestlich und östlich des Stadtzentrums.

Ein Arzt in Duma berichtete der Nachrichtenagentur AFP von chaotischen Zuständen in einem örtlichen Krankenhaus. Die staatliche Nachrichtenagentur Sana warf Rebellen der islamistischen Gruppe "Dschaisch al-Islam" (Armee des Islam) vor, Granaten auf Vororte der Hauptstadt Damaskus abgefeuert zu haben. "Zahnärzte nehmen Notoperationen vor".

Duma wird von Dschaisch al-Islam kontrolliert. Mehrere Patienten schwebten in Lebensgefahr. Während andere Rebellengruppen nach einer wochenlangen Armeeoffensive ihren Abzug aus Ost-Ghuta akzeptierten, weigert sich ein Teil von Jaish al-Islam, Duma zu verlassen. In den vergangenen Tagen haben Tausende Kämpfer und ihre Angehörigen in Buskonvois die Stadt in Richtung Nordsyrien verlassen. Die syrische Regierung hat wiederholt gedroht, die Luftangriffe wieder aufzunehmen, wenn Jaish al-Islam nicht den Abzug ihrer Kämpfer akzeptiert. Mehr als 1600 Menschen starben nach Angaben von Beobachtern. Die in Großbritannien ansässige Organisation bezieht ihre Informationen von Ärzten und Aktivisten vor Ort.

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