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Anzahl von Extremisten in Deutschland steigt - ein Viertel von ihnen stellte Asylantrag

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Rund ein Viertel der Extremisten in Deutschland stellte einen Asylantrag

Seit dem Terroranschlag in Berlin versuchen die Innenminister, als "Gefährder" eingestufte Islamisten schneller abzuschieben. Einige von ihnen haben bereits einen Schutzstatus erhalten.

Rund 1550 Personen werden vom Bundeskriminalamt aktuell als "Gefährder" oder "relevante Personen" in der Islamistenszene eingestuft.

Fast ein Viertel der gefährlichsten Extremisten in Deutschland sind einem Bericht des deutschen "Spiegel" zufolge Asylbewerber. Das geht laut "Spiegel" aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage des stellvertretenden FDP-Fraktionsvorsitzenden Stephan Thomae hervor. 362 von ihnen hätten einen Asylantrag gestellt, heißt es weiter.

Die hohe Zahl sei auch "auf die Migrationsbewegungen im Kontext des Kriegsgeschehens in Syrien und Irak zurückzuführen", schreibt die Regierung in ihrer Antwort mit Blick auf Anhänger der Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS).

Knapp 100 "Gefährder" oder "relevante Personen" wurden den Angaben zufolge offiziell als Flüchtlinge anerkannt oder haben einen anderen Schutzstatus erhalten. Eine solche Anordnung darf verhängt werden, um "eine besondere Gefahr für die Sicherheit der Bundesrepublik Deutschland" abzuwehren. Insgesamt seien 130 Extremisten in der Bundesrepublik ausreisepflichtig, weil ihr Asylantrag abgelehnt wurde.

Der FDP-Politiker Thomae forderte die Länder dazu auf, konsequenter vom Recht auf Abschiebung Gebrauch zu machen.

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