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Orban in Ungarn vor der Wiederwahl

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Der ungarische Premierminister Viktor Orban hält seine Rede während der letzten Wahlkampfveranstaltung seiner Fidesz Partei in Szekesfehervar am 6. April 2018

Bei seiner Stimmabgabe am Morgen in einem wohlhabenden Bezirk der Hauptstadt Budapest kündigte der Gegner einer stärkeren EU-Integration an, für die nationalen Interessen Ungarns zu kämpfen.

Polen könne im Streit mit der EU-Kommission in Brüssel auf Ungarn setzen, fügte Orban hinzu. Letzten Umfragen zufolge kann Orbans rechtskonservative Fidesz-Partei mit einer absoluten Mehrheit rechnen. Mehr als acht Millionen Menschen in Ungarn sind aufgerufen ihre Stimme abzugeben. Für Orban wäre es die dritte Amtszeit in Folge. Die Wahllokale schliessen um 19.00 Uhr MESZ. Am späten Abend dann wird ziemlich sicher bereits das vorläufige Endergebnis verkündet.

Im Wahlkampf hatte der 54-jährige Orban auf nationalistische Rhetorik gesetzt: Er warnte vor Masseneinwanderung und präsentierte sich als Verteidiger der nationalen Souveränität und eines "christlichen Europa". Darüber hinaus wird ihm vorgeworfen, mit seiner Medien- und Justizpolitik Prinzipien der Meinungsfreiheit und Rechtsstaatlichkeit auszuhöhlen.

"Die Würde und die Freiheit von Nationen ist eng mit dem Namen Viktor Orban verbunden, nicht nur für die Ungarn, sondern auch für die Polen", sagte Kaczynski am Freitag bei einem Besuch in Budapest.

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