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Jetzt ist alles fix! FC Bayern ist wieder Deutscher Meister

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Jupp Heynckes bei einer FC-Bayern-Pressekonferenz

James Rodríguez, Corentin Tolisso und Christian Früchtl erlebten ebenfalls eine Premiere.

So bleibt den Gegnern einmal mehr nur die Überlegenheit des alten und neuen Meisters anzuerkennen. "Heute ist ein großer Tag für mich". "Eine deutsche Meisterschaft ist etwas Außergewöhnliches", hob Rummenigge hervor. Ich wollte eigentlich nicht zurück auf die Trainerbank, aber manchmal muss man im Leben eben da sein. Benötigt wird also ein Trainer, der einen eigenen Zugang zum nach wie vor reichhaltigen Potenzial dieser Mannschaft findet, der aber auch sieht, dass die Kräfte nachlassen und erneuert werden müssen. 2016, im letzten Jahr unter Guardiola, war die Mannschaft die vielleicht beste Europas; sie hatte Wucht, und sie hatte eine klare Idee vom Spiel, zum erneuten Triple fehlte nur ein verwandelter Elfmeter im Halbfinal der Champions League. "Wir haben gesagt, wir machen das zum richtigen Zeitpunkt, das ist mit beiden vereinbart", sagte Rummenigge nach dem 4:1 beim FC Augsburg. Da musste es reichen, Meister im Vorbeigehen zu werden. Zum Vergleich: Borussia Dortmund, im betrachteten Zeitraum die zweitbeste Mannschaft, kommt auf etwa 55 Prozent gewonnene Spiele und 21 Prozent Niederlagen. Gemeint war: Bestenfalls nach den Finals im DFB-Pokal und in der Champions League und dem Gewinn des Triples. "Wir haben schon das Gefühl, dass da was drin ist", versicherte Müller nach dem 4:1 in Augsburg.

Man muss aber auch ehrlich sein: "Wir wussten, dass es kommt", ergänzte Arjen Robben.

9 - Neun Bayern waren bei allen sechs Meisterschaften seit 2013 dabei: Manuel Neuer, Tom Starke, Jérôme Boateng, David Alaba, Rafinha, Javi Martínez, Franck Ribéry, Arjen Robben und Thomas Müller.

Wie lange soll das noch so weiter gehen?

In seiner dritten Amtszeit als Cheftrainer holt Jupp Heynckes somit zum viertem Mal die Meisterschaft in der Bundesliga.

Nüchtern und sachlich begingen die Bayern nach dem Feierverbot ihres Trainers ihren souveränen Meistertitel. Es spreche "nicht viel" gegen eine Vertragsverlängerung.

Ein Eigentor von Niklas Süle (18.) sorgte für die verdiente Augsburger Führung, als FCA-Stürmer Sergio Cordova mit einem Schuss an FCB-Torhüter Sven Ulreich gescheitert war und der Abpraller den Nationalspieler im Gesicht traf. Klar kann sich jeder darüber freuen. Der FC Bayern wurde Meister, weil er (fast) nichts falsch macht. Auf der anderen Seite bedeutet das für das Team der Bayern aber auch, dass hier nur solche Spieler einen Platz haben, die die harte Auslese überstanden haben, beziehungsweise immer wieder in der Lage sind, sie zu meistern.

Die hohe Dichte an Ausnahmespielern bei den Bayern hat auch damit zu tun, dass der Verein in der Lage ist, ganz andere Gehälter zu zahlen als der Rest der Liga. Auch deshalb fiel ihre Freude verhalten aus. "Aber bei der ersten hatte ich nicht so einen großen Anteil", sagte Nationalstürmer Wagner.

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