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Julia Skripal aus dem Krankenhaus entlassen

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Viktoria Skripal

London/Moskau - Fünf Wochen nach dem Giftanschlag in Salisbury ist die Russin Julia Skripal am Dienstag aus dem Krankenhaus der südenglischen Kleinstadt entlassen worden. Der BBC zufolge wurde sie bereits am Montagabend entlassen und befindet sich an einem sicheren Ort. Auch der Sender Sky News berichtete über die Entlassung aus dem Krankenhaus.

Am 4. März waren der ehemalige Oberst des russischen Militärgeheimdienstes GRU und Überläufer Sergej Skripal sowie seine Tochter Julia in der britischen Stadt Salisbury vergiftet wurden. "Das bedeutet nicht das Ende ihrer Behandlung, aber markiert einen wichtigen Schritt", sagte die stellvertretende Krankenhausdirektorin, Christine Blanshard. Toxikologen halten aber Spätfolgen wie etwa Organschäden für nicht ausgeschlossen. Vergangene Woche hatte Julia Skripal erklärt, ihr gehe es täglich besser und ihr Vater sei nicht mehr in einem kritischen Zustand. "Sie wird bald eine Pressekonferenz geben, bei der sie um politisches Asyl bitten wird", sagte Viktoria Skripal der russischen Agentur Interfax am Dienstag. Der Anschlag hat zu massiven Spannungen zwischen Russland sowie Großbritannien und Ländern des Westens geführt.

Nach Angaben britischer Experten wurden die beiden mit dem Kampfstoff Nowitschok vergiftet.

London bezichtigt den russischen Präsidenten Wladimir Putin als Drahtzieher des Anschlags. Er wurde in Russland zu 13 Jahren Lagerhaft verurteilt. Im Rahmen eines Gefangenenaustauschs kam er 2010 nach Großbritannien, wo er seitdem in Salisbury lebt.

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