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Mann erleidet nach Verzehr von Chili "Vernichtungskopfschmerz"

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Der 34-Jährige, der in New York an einem Chili-Wettbewerb teilgenommen und die "Carolina Reaper" probiert hatte, kam mit sogenanntem Donnerschlagkopfschmerz in die Notaufnahme.

Die Carolina Reaper gilt seit 2013 als die schärfste Chilischote der Welt.

Den Effekt der Schote Carolina Reaper vergleichen manche Experten und Chilibegeisterte mit der Wirkung von Pfefferspray.

Nach einer Computertomografie diagnostizierten Ärzte die Extremkopfschmerzen als Folge des sogenannten reversiblen zerebralen Vasokonstriktionssyndroms (RCVS). Demnach hätten sich im Gehirn des Patienten Blutgefäße verengt.

Es ist das erste Mal, dass RCVS nach dem Genuss von Chili dokumentiert wurde, berichtet das Team um Satish Kumar Boddhula vom Bassett Medical Center in Cooperstown im US-Bundesstaat New York im "British Medical Journal Case Reports". Die Donnerschlag-Kopfschmerzen werden wohl über mehrere Tage anhalten und dauern jeweils mehrere Sekunden. Der Verzehr von Cayenne-Pfeffer wurde in der Vergangenheit mit Herzinfarkten in Verbindung gebracht.

► Ein weiteres Hirn-CT fünf Wochen später zeigte keine Auffälligkeiten, berichten die Ärzte.

Von dem seltenen RCVS seien Frauen häufiger betroffen als Männer, sagt der Kopfschmerzexperte Charly Gaul, Generalsekretär der Deutschen Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft. "Typische Auslöser sind Kokain oder Amphetamine". "Wir empfehlen der Bevölkerung, Vorsicht beim Verzehr von Chilischoten walten zu lassen und unverzüglich medizinische Hilfe zu suchen, wenn solche Symptome auftreten", warnte der Arzt Kulothungan Gunasekaran vom Henry Ford Krankenhaus in Detroit und Autor einer Studie zu den Gefahren von Chili. Chili und der darin enthaltene Wirkstoff Capsaicin wird bekanntlich auch als Pflaster und Salbe gegen Muskelprobleme und Nervenschmerzen - etwa bei abgeheilter Gürtelrose - eingesetzt.

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