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Trump sieht Lösung im Handelsstreit mit China

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Chinas Ministerpräsident sieht die Schuld für den Handelsstreit bei den USA. Quelle Reuters

Der US-Präsident will für sein Land bessere Handelsbilanzen durchsetzen. Verfolgen Sie die aktuellen Entwicklungen im Ticker von FOCUS Online. Trump stört sich unter anderem an dem riesigen US-Defizit im Handel mit China, aber auch mit anderen exportstarken Ländern wie Deutschland.

China hat bereits zwei Beschwerden bei der Welthandelsorganisation WTO eingereicht. Nachdem Trump 25-prozentige Strafzölle auf Importe aus China im Wert von 50 Milliarden Dollar (40,6 Mrd Euro) angekündigt hatten, konterte China mit Strafabgaben in gleicher Höhe auf Einfuhren aus den USA und zielte besonders auf Trump-Wähler in landwirtschaftlichen Regionen. Den Handelsstreit mit den USA erwähnte Chinas Präsident allerdings mit keinem Wort. Trump legte noch mal nach, indem er weitere Strafzölle auf Einfuhren von 100 Milliarden US-Dollar ins Auge fasst.

"Chinas Tore der Öffnungspolitik werden nicht geschlossen, sondern nur noch weiter aufgestoßen", sagte Xi Jinping auf der Konferenz, die als das asiatische Gegenstück zum Weltwirtschaftsforum im Schweizer Davos gilt. Xi versprach zudem, die Wahrung von Marken- und Patentrechten in China zu verbessern.

Chinas Präsident Xi Jinping hat neue Schritte zur Öffnung der chinesischen Volkswirtschaft angekündigt.

"Dieses Jahr werden wir die Zölle auf Automobil-Importe erheblich senken", sagte Xi wörtlich.

Chinas Präsident ließ sich nicht in die Karten schauen, sondern sang das Loblied der Reform und Öffnung für China - und einer freien Globalisierung zum Wohle aller.

Vor dem Hintergrund der Vorwürfe der USA über den Diebstahl von Technologie versprach Xi Jinping einen bessern Schutz des geistigen Eigentums.

Bestehende Schranken für ausländische Beteiligungen in der Auto-, Schiffs- und Flugzeugindustrie sollen ebenfalls "so schnell wie möglich" gelockert werden, sagte Xi Jinping.

Trump versicherte nun, dass er und Chinas Staatspräsident Xi Jinping immer Freunde sein würden, "egal was im Handelskonflikt passiert".

US-Präsident Donald Trump kritisiert etwa die höheren Einfuhrzölle auf US-Autos in China im Vergleich zu den US-Zöllen auf Autos, die aus China importiert werden. Zuletzt hatte Washington allerdings versöhnlichere Töne angeschlagen.

China werde seine Handelsbarrieren abbauen, "weil es das Richtige ist", hatte Trump am Wochenende per Twitter-Botschaft in Aussicht gestellt. Die gegenseitigen Zölle würden angepasst, und ein Abkommen zu geistigem Eigentum werde erreicht, so Trump. Die jüngsten Signale einer Öffnung kamen für viele Beobachter überraschend: Noch zu Wochenbeginn hatte das chinesische Außenministerium erklärt, im Handelsstreit mit den USA derzeit keine Chance für klärende Gespräche zu sehen. Auch für andere Produkte werde es niedrigere Zölle geben. Konkrete Zahlen oder ein Datum, wann die Maßnahmen in Kraft treten sollen, nannte er zunächst nicht. In diesem Bereich sei eine Verschärfung der Strafverfolgung geplant. Die USA kritisierten China wiederholt dafür, seine Zusagen nicht einzuhalten.

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